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Panorama Polizei warnt Plünderer
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13:32 11.11.2013
Foto: Tod und Zerstörung: Der Taifin "Haiyan" hat auf den Philippinen viele Städte und Dörfer dem Erdboden gleichgemacht.
Tod und Zerstörung: Der Taifin "Haiyan" hat auf den Philippinen viele Städte und Dörfer dem Erdboden gleichgemacht. Quelle: dpa
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Manila

Im Taifun-verwüsteten Katastrophengebiet auf den Philippinen ist die Not weiter groß. "Wir haben nichts, hier kommt nichts an", berichtete Gilda Mainao aus der fast ganz zerstörten Stadt Tacloban im Rundfunk. "Bitte, bitte schickt uns Hilfe." Die Bilder aus der Region in den Zentralphilippinen erinnern an die Verwüstung nach dem verheerenden Tsunami 2004.

Die Behörden appellierten an die Bevölkerung, Geduld zu üben. Viele hatten in ihrer Verzweiflung am Wochenende Geschäfte geplündert. Ein Hilfskonvoi wurde nach Angaben des Roten Kreuzes gestoppt und ausgeraubt.

Nach dem Taifun "Haiyan" mit mehr als 10.000 Toten herrscht im Katastrophengebiet der Philippinen Chaos. Verzweifelte Menschen plünderten am Sonntag auf der Suche nach Essbarem und Trinkwasser Geschäfte. Rettungsteams suchten nach Überlebenden und halfen Verletzten.

Tausende Menschen sind nach Schätzung der Behörden ums Leben gekommen. Überlebende suchten in Trümmerwüsten verzweifelt nach Essbarem und Trinkwasser. Die Hilfe kommt nur schleppend an, weil Flughäfen und Straßen zerstört sind. Mehrere Millionen Menschen sind auf Hilfe angewiesen.

Im Hafen von Tacloban kam nach Angaben des Roten Kreuzes am Sonntagabend ein Versorgungsschiff mit 140 Tonnen Hilfsgütern an. Aus Frankfurt wurden am Sonntag 25 Tonnen Hilfsgüter nach Manila geflogen, darunter Decken, Zelte und Medizintechnik der Hilfsorganisationen World Vision und I.S.A.R Germany. Auch Experten des Technischen Hilfswerks THW waren auf dem Weg.

Die Polizei hat inzwischen Hundertschaften zur Verstärkung nach Tacloban geschickt. Dort soll eine Ausgangssperre verhängt werden, berichteten Lokalmedien. «Die Leute sagen, die Situation zwingt die Menschen zu Verzweiflungstaten», sagte Polizeisprecher Reuben Sindac im Fernsehen. "Wir haben Verständnis, aber wir können keine Anarchie akzeptieren."

"Haiyan" war der gewaltigste Taifun, der je Land erreicht hat. Er hinterließ am Freitag eine Schneise der Verwüstung über Hunderte Kilometer. Präsident Benigno Aquino warf nach einem Besuch im Katastrophengebiet die Frage auf, warum die Behörden nicht mehr Menschen vorher in Sicherheit gebracht haben.

Unterdessen traf der Taifun am Montag in Vietnam auf die Küste. Er hatte sich allerdings deutlich abgeschwächt. Dennoch meldeten Provinzen nördlich von Hanoi heftigen Wind, starken Regen und Überschwemmungen, berichtete die Wetterbehörde. Auch die bei Touristen populäre Ha Long-Bucht war betroffen. Dort wurden nach Angaben des Katastrophenschutzes Bäume entwurzelt. "Wir sind froh, dass der Sturm nicht so schlimm war wie zunächst befürchtet", sagte Francis Markus, Sprecher des Roten Kreuzes.

In der südchinesischen Provinz hingegen hat Haiyan erneut Tod und Zerstörung verursacht. Mindestens drei Menschen starben, als heftiger Sturm und sintflutartige Regenfälle am Montag auf die östlich von Nordvietnam gelegene Inselprovinz niedergingen, wie das Büro für Zivile Angelegenheiten der Region mitteilte. 39.000 Bewohner mussten in Sicherheit gebracht werden. Eine siebenköpfige Crew eines Frachtschiffs galt nach Angaben der staatlichen chinesischen Nachrichtenagentur Xinhua am Montag vor der Küste Hainans als vermisst. Auch die nahe gelegenen südchinesischen Provinzen Guangxi und Guangdong wurden laut der Agentur von den Ausläufern "Haiyans" getroffen.

dpa

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