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Panorama Polizeigebäude in Cottbus steht in Flammen
Nachrichten Panorama Polizeigebäude in Cottbus steht in Flammen
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15:22 30.12.2010
Feuerwehrleute bekämpfen das in Flammen stehende Polizeigebäude. Quelle: dpa
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Großbrand in Cottbus: Vergeblich kämpften bis zu 100 Feuerwehrleute am Donnerstag gegen die Flammen im Polizeigebäude. Der unter Denkmalschutz stehende Ziegelbau ist nicht mehr zu retten. Es besteht Einsturzgefahr. Der Schaden ist noch nicht absehbar. Menschen waren laut Behörden nicht gefährdet. „Die Löscharbeiten gestalten sich jedoch sehr schwierig und werden sich wohl noch bis in den Abend hineinziehen“, sagte Polizeisprecher Berndt Fleischer. Stundenlang war die Polizei nicht erreichbar - mit Ausnahme des Notrufs. Am frühen Nachmittag normalisierte sich die Situation jedoch: Die Telefonanlage funktionierte wieder. „Es herrscht wieder normaler Dienstbetrieb“, sagte Fleischer.

Das Feuer war aus bislang unbekannter Ursache am Morgen im Dachstuhl ausgebrochen. Der historische Bau - früher eine Webschule - beherbergte im Erdgeschoss Computer- und Telefontechnik der Cottbuser Polizei, die nun komplett zerstört wurde. Telefon-, Fax- und Computerverbindungen funktionierten lange Zeit nicht. Nicht betroffen war allerdings der Notruf. Dieser ist nach Angaben der Polizei ohnehin über Frankfurt (Oder) geschaltet.

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Die Löscharbeiten in dem etwa 35 Meter hohem Bau gestalteten sich kompliziert: Immer wieder entstanden Brandnester, berichtete Thomas Roick-Buder von der Cottbuser Feuerwehr. Deckenbalken würden von Flammen erfasst und stürzten dann in sich zusammen. Die Minusgrade bereiteten zusätzliche Probleme. „Wenn das Wasser nicht läuft, frieren die Schläuche schnell zu“, sagte er.

Der frei stehende historische Ziegelbau ist über einen Gang mit dem Hauptverwaltungsgebäude der Polizei verbunden. Diesem drohte nach Angaben des Polizeisprechers wegen der Flammen aber keine Gefahr. Um das einstürzende Gebäude abzusichern, beauftragten Polizei und Feuerwehr eine Baufirma. Die Wände der alten Webschule sollen abgerissen und abgetragen werden.

dpa

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