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Panorama Prinzessin Caroline will Mitte Januar in Hildesheim aussagen
Nachrichten Panorama Prinzessin Caroline will Mitte Januar in Hildesheim aussagen
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17:35 10.12.2009
Caroline von Monaco
Caroline von Monaco Quelle: afp/Archiv
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Prinzessin Caroline von Monaco (52) will nun doch im Prozess gegen ihren Ehemann Ernst August Prinz von Hannover (55) aussagen - aber nur mit ausreichendem Abstand zur Öffentlichkeit. Die Prinzessin habe über ihren Anwalt mitgeteilt, dass sie am 13. Januar 2010 bereit sei, im Landgericht zur Vernehmung zu erscheinen, sagte ein Sprecher des Landgerichts Hildesheim am Donnerstag. Der Welfenprinz muss sich nach einem Übergriff auf einen Hotelier und Discobesitzer im Januar 2000 an einem Traumstrand in Kenia wegen gefährlicher Körperverletzung verantworten.

Eine Bedingung habe die Prinzessin für den öffentlichen Auftritt jedoch gestellt, sagte der Anwalt des Prinzen, Hans Wolfgang Euler, auf dpa-Anfrage. „Sie wünscht einen Sicherheitsabstand außerhalb des Gerichtsgebäudes von 20 Metern und innerhalb von 3 Metern.“ Zu den Sicherheitsvorkehrung wollte sich Gerichtssprecher Bernd Pingel am Donnerstag nicht äußern. „Sorgen muss sich die Zeugin aber nicht machen. Die Sicherheit wird gewährleistet sein.“

Eine für Ende November vorgesehene Zeugenaussage hatte Caroline kurzfristig aus Termingründen platzen lassen. Eine Auslandsreise habe das persönliche Erscheinen der 52-Jährigen vor Gericht verhindert, ließ der Staatsminister des Fürstentums Monaco damals verlauten. Das Gericht hatte nach der Absage in einem Brief an die monegassische Prinzessin eine Erklärung verlangt, ob sie überhaupt gewillt sei, in Hildesheim auszusagen. Eine Vernehmung in Monaco oder eine Reise des Gerichts in das Fürstentum hatte die Kammer abgelehnt. „Das Gericht will sich ein persönliches Bild von der Zeugin machen und die Gelegenheit zu Nachfragen haben“, betonte Pingel.

Auch aufgrund der Aussage Carolines hatte der 55 Jahre alte Adlige eine Neuauflage seines Prozesses erwirkt. Im ersten Verfahren war Ernst August 2004 zu einer Geldstrafe in Höhe von 445 000 Euro verurteilt worden. Das Landgericht Hannover hatte damals dem Opfer der Attacke geglaubt. Der Hotelier hatte ausgesagt, dass der Prinz ihn mehrfach mit der Faust geschlagen und dabei einen Gegenstand in der Hand gehabt hatte. Im Wiederaufnahmeverfahren gab die Prinzessin unter Ausschluss der Öffentlichkeit als Augenzeugin an, dass ihr Mann dem Hotelier lediglich zwei Ohrfeigen verpasst hatte.

Der Auftritt der 52-Jährigen ist der Schlüssel für die Verteidigung des Prinzen. „Die Prinzessin hat eine Stellung, in der sie es sich nicht leisten kann, auch nur in den Verdacht einer Lüge zu geraten“, betonte Euler. Caroline ist derzeit die nächste Anwärterin auf den monegassischen Thron, den aktuell ihr noch kinderloser Bruder Fürst Albert innehat.

lni