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Panorama Prozess um Tod von Leonie wird neu aufgerollt
Nachrichten Panorama Prozess um Tod von Leonie wird neu aufgerollt
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15:32 27.03.2009
Der Ziehvater bestreitet nach wie vor seine Unschuld. Quelle: Tim Schaarschmidt
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Weil ein Polizeibeamter die vierjährige Tochter seiner Lebensgefährtin so schwer misshandelte, dass sie starb, hatte das Gericht den 40-Jährigen zu siebeneinhalb Jahren Haft verurteilt. Der Mann, der sich stets als unschuldig bezeichnete, hatte daraufhin Revision eingelegt.

Der BGH hat einen „nicht auflösbaren Widerspruch“ in der Hildesheimer Beweiswürdigung gerügt. Dabei geht es um zwei im Urteilstext festgehaltene um einen halben Tag abweichende Zeitpunkte für die mutmaßliche Misshandlung. Ein Gerichtsmediziner hatte als Leonies Todeszeitpunkt den 29. November um 0.30 Uhr angegeben. Jenen Zeitpunkt also, als im Krankenhaus die Maschinen abgeschaltet wurden. Zudem hatte er festgestellt, dass das Kind die tödlichen Hirnverletzungen mindestens drei Tage vor seinem Tode erlitten haben müsse – also spätestens am 26. November um 0.30 Uhr. Hier liegt laut BGH der Widerspruch. Denn Gericht wie Pathologe befanden, dass der angeklagte Polizist der kleinen Leonie am Vormittag des 26. November die fatalen Wunden beibrachte – also einen halben Tag später. Aus Sicht des BGH passt das nicht ins Bild.

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r.