Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Panorama Putin gegen „zu hartes Urteil“ für Pussy Riot
Nachrichten Panorama Putin gegen „zu hartes Urteil“ für Pussy Riot
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
08:29 03.08.2012
Die Frauen der Band Pussy Riot stehen wegen Verletzung zu religiöser Gefühle vor Gericht. Quelle: dpa
Moskau

Kremlchef Wladimir Putin hat sich nach Protesten gegen den Moskauer Prozess um die Punkband Pussy Riot gegen eine zu harte Strafe für die drei angeklagten Frauen ausgesprochen. „Ich denke nicht, dass sie dafür zu hart verurteilt werden sollten“, sagte Putin am Donnerstag der Agentur Interfax zufolge am Rande seines Besuches bei den Olympischen Spielen in London. Die Verteidigung sprach in Moskau von einem möglichen „Wendepunkt“ in dem Verfahren wegen Rowdytums.

Maria Aljochina (24), Nadeschda Tolokonnikowa (22) und Jekaterina Samuzewitsch (29) drohen nach einem Punkgebet gegen Putin und Patriarch Kirill in der wichtigsten russisch-orthodoxen Kathedrale sieben Jahre Haft wegen „Hooliganismus aus religiösem Hass“. Seit Tagen fordern Künstler und Politiker international die Freilassung der Musikerinnen.

Auch vor Putins Besuch in London gab es Proteste gegen den Prozess, den Menschenrechtler als politisch gesteuertes Verfahren kritisieren. Die Vorwürfe gegen die Frauen seien absurd, schrieben Musiker wie Jarvis Cocker, Pete Townshend, Kate Nash und Martha Wainwright in der Zeitung „The Times“. „Eine andere Meinung zu haben, ist in jeder Demokratie ein Grundrecht.“

Überraschend habe sich Putin nun „weicher“ als zuletzt geäußert, sagte der Verteidiger Nikolai Polosow. „Das könnte mit Druck von außen zusammenhängen - oder von innen heraus kommen“, sagte er. Das könne auf einen „Wendepunkt“ hindeuten. Zwar kritisieren Kremlgegner immer wieder die politische Einmischung in laufende Verfahren in Russland. Dies könne aber ein positives Signal sein, sagte Polosow. Die Verteidigung werde am Ende nur einen Freispruch akzeptieren.

Putin verurteilte den Kirchenauftritt der vermummten Musikerinnen zwar erneut, äußerte aber auch die Hoffnung, dass die Angeklagten aus den Folgen ihrer Aktion gelernt hätten. Die Kirche hatte das Gebet für Putins politisches Ende als Gotteslästerung gebrandmarkt. Die Frauen stehen auch wegen Verletzung zu religiöser Gefühle vor Gericht. Putin gab zu bedenken, dass eine vergleichbare Aktion etwa im islamisch geprägten russischen Konfliktgebiet Nordkaukasus für die Künstlerinnen lebensgefährlich hätte sein können.

Die jungen Frauen, die im Gericht in einem Kasten aus Plexiglas ausharren müssen, beschweren sich seit dem Prozessbeginn am Montag über zu wenig Schlaf und Essen sowie fehlende Pausen. Russische Anwälte veröffentlichten eine Resolution, in der sie den Prozess als Justizskandal bezeichneten, der die Rechtsgrundlagen des Staates zerstören könne.

dpa/sag

Aus Verbitterung über den Freitod seines Sohnes soll ein deutscher Professor in Kalifornien Anschläge auf die Schule des Jungen und den Tod von Hunderten geplant haben. Dies berichtete die „Los Angeles Times“ am Donnerstag.

02.08.2012
Panorama Mehr Einsätze, weniger Unfälle - Bergwacht rückt häufiger aus

Statistisch gesehen ist Bergsport ziemlich ungefährlich. Vor allem an Klettersteigen häufen sich aber Notfälle. Selbstüberschätzung ist gerade hier immer öfter der Grund für Bergrettungen, berichtet der Deutsche Alpenverein.

02.08.2012

Altkanzler Helmut Schmidt (SPD) hat nach dem Tod seiner Frau Loki eine neue Lebensgefährtin. Der 93-Jährige ist nun mit seiner langjährigen Mitarbeiterin Ruth Loah zusammen. Schmidt bestätigte dies in der aktuellen Ausgabe des „Zeit“-Magazins.

03.08.2012