Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Panorama Rätselraten nach grausigem Leichenfund in Hamburg
Nachrichten Panorama Rätselraten nach grausigem Leichenfund in Hamburg
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:19 09.06.2010
Beamte sicherten am Dienstag den Fundort der Leichenteile in Hamburg. Quelle: dpa
Anzeige

Ein Ergebnis wird frühestens an diesem Donnerstag erwartet, wie Polizeisprecher Holger Vehren am Mittwoch ankündigte.

Ein Passant hatte am Dienstag einen blauen Müllsack hinter einem Parkhaus im Stadtteil Harburg entdeckt, in dem mehrere Tüten mit den Leichenteilen lagen. Wenige Stunden zuvor war Reinigungskräften am Rande des Harburger Bahnhofsvorplatzes - nur einige hundert Meter von dem Fundort entfernt - ein lebensgefährlich verletzter Mann aufgefallen. Der 53-Jährige hatte schwere Stichverletzungen am Hals und am Oberkörper. Er teilt sich mit dem 50-Jährigen in Buchholz eine Wohnung. Sein Mitbewohner wird seit Ende Mai vermisst.

Anzeige

Am Mittwoch, einen Tag nach der rätselhaften Messerattacke, schwebte der 53-Jährige nicht mehr in Lebensgefahr. Er werde aber weiter auf der Intensivstation behandelt, berichtete Vehren - und könne daher noch nicht vernommen werden. Das Motiv für die Bluttat liegt weiter im Dunkeln.

Aufschluss erhoffen sich die Ermittler von Aufnahmen aus Überwachungskameras am Bahnhofsvorplatz. Allerdings sei die Stelle, an der der 53-Jährige gefunden wurde, „nicht direkt videoüberwacht“, betonte Vehren. Am Tatort hatten die Beamten unter anderem ein Messer beschlagnahmt. Ob es sich dabei um die Tatwaffe handelt, muss eine Untersuchung klären. Das Ergebnis lag am Mittwoch zunächst nicht vor.

Den Fundort der Leichenteile hatten Leichenspürhunde und eine Hundertschaft der Bereitschaftspolizei am Dienstag mehrere Stunden lang abgesucht - ohne Ergebnis. Wie lange die menschlichen Überreste schon in dem Gebüsch hinter dem Parkplatz lagen, blieb auch am Mittwoch unklar: „Da wollen sich die Rechtsmediziner nicht festlegen.“ Klar sei allerdings, dass sie nicht schon seit Wochen dort gelegen haben.

dpa