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Panorama Rechtsanwalt soll hinter Raub des Flick-Sargs stecken
Nachrichten Panorama Rechtsanwalt soll hinter Raub des Flick-Sargs stecken
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17:53 02.12.2009
Das Archivbild aus dem Oktober 2006 zeigt die Beisetzung Flicks in Velden. Quelle: afp/Archiv
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Der 41-jähriger Rechtsanwalt wurde mit einem Handlanger festgenommen. Flicks Sarg war am 19. November vergangenen Jahres aus seinem Grab auf dem Friedhof im österreichischen Velden geraubt worden. Erste Kontakte mit den Entführern habe es knapp einen Monat später gegeben, teilten der Budapester Polizeichef Gabor Toth und der Wiener BKA-Chef Ernst Geiger laut der österreichischen Nachrichtenagentur APA auf einer Pressekonferenz in der ungarischen Hauptstadt mit. Demnach meldete sich der "Boss der Grabräuber" am 11. Dezember 2008 mit einem auf Englisch verfassten zweiseitigen Schreiben an die Familie und forderte Lösegeld. Ab April standen die Fahnder in Kontakt mit den Erpressern, nachdem andere Spuren im Sande verlaufen waren.

Nach einer ersten Zahlung von 100.000 Euro erhielt die Familie laut Polizei ein Glasgefäß, das aus dem äußeren Sarg stammte. Eine zweite Lösegeldtranche in Höhe von 100.000 Euro wurde demnach in einer Basilika in Budapest überreicht.

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Auf die Spur kamen die Fahnder den Erpressern schließlich am 26. November durch abgefangene E-Mails aus einem Budapester Hotel, bei denen es um den Sarg ging. Sie nahmen einen 31-jährigen Hilfsarbeiter fest, der aussagte, im Auftrag des Rechtsanwalts für umgerechnet etwa 740 Euro einen Sarg von Wien nach Budapest gebracht zu haben. An dem Transport mit einem Kleinlaster seien insgesamt vier Männer beteiligt gewesen, darunter drei Rumänen. Der Hilfsarbeiter wurde laut der ungarischen Nachrichtenagentur MTI bis zum Prozess freigelassen.

Bereits am 18. November tauchte der verlötete Zinnsarg mit Flicks Leiche unversehrt in Budapest auf. Einen Tag später stellten die Fahnder auch den äußeren Sarg sicher.

Nach den Worten des Wiener BKA-Chefs war der mutmaßliche Drahtzieher in Budapest "gut etabliert und in der Kirche engagiert". Er sei noch nicht "voll geständig". Warum er die Millionen erpressen wollte, sei unklar, sagte der BKA-Chef APA.

afp

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