Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Panorama Rettungsteams suchen 16-jährige Weltumseglerin
Nachrichten Panorama Rettungsteams suchen 16-jährige Weltumseglerin
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
07:42 11.06.2010
Abby Sunderland ist allein auf dem Indischen Ozean unterwegs. Quelle: ap
Anzeige

Die 16-jährige Weltumseglerin Abby Sunderland ist im Indischen Ozean 3.600 Kilometer von der nächsten Küste entfernt in Seenot geraten. Der Teenager sandte Notsignale aus. Die australische Behörde für Meeressicherheit startete von Perth an der Westküste aus mit einem Flugzeug, um die Amerikanerin zu suchen.

„So, wie sich das Notsignal bewegt, hoffen wir, dass sie noch in ihrem Boot ist“, sagte die Sprecherin, Carly Lusk, am Freitag im Rundfunk. Die Crew an Bord des Flugzeugs werde versuchen, Funkkontakt mit dem Teenager aufzunehmen, sagte Lusk. Nach ihren Angaben ist das nächste Schiff etwa 500 Kilometer entfernt und würde 24 Stunden brauchen, um die Stelle zu erreichen, wo Sunderland in Seenot geriet.

Anzeige

Der Vater der jungen Seglerin äußerte große Sorge um seine Tochter. Wenn ihre Jacht „Wild Eyes“ gekentert sei, hoffe er, dass sie darunter wie in einer Luftblase ausharren könne, sagte Laurence Sunderland dem australischen Sender ABC in einem Telefongespräch aus Kalifornien. „Es braucht ein kleines Wunder“, fügte er hinzu. Das Boot sei mit einem Rettungsfloß ausgestattet, schrieb die Familie in ihrem Internettagebuch.

Die Australier hatten erst Mitte Mai die Rückkehr von Jessica Watson nach einem Solosegeltörn um die Welt gefeiert. Sie kam kurz vor ihrem 17. Geburtstag in Sydney an. Die Familie habe den Sunderlands „eine Botschaft der Hoffnung“ geschickt, sagte ein Sprecher der Familie. Watsons Start sowie der von Sunderland und der geplante Segeltörn der Niederländerin Laura Dekker (14) hatten eine heftige Debatte darüber ausgelöst, ob so junge Menschen allein so gefährliche Touren unternehmen sollten. Niederländische Gerichte stoppten Dekker im vergangenen Jahr vorerst.

Sunderland war am 23. Januar in Marina del Rey am Pazifik in Kalifornien losgesegelt. Ende April musste sie in Südafrika wegen einer Reparatur an Land gehen, segelte aber Ende Mai von Kapstadt aus weiter.

dpa