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Panorama Riesenparty und Randale: Millionen feiern den Beginn des neues Jahres
Nachrichten Panorama Riesenparty und Randale: Millionen feiern den Beginn des neues Jahres
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19:41 01.01.2010
Das Feuerwerk in Berlin über dem Brandenburger Tor taucht die Quadriga in ein Lichtermeer.
Das Feuerwerk in Berlin über dem Brandenburger Tor taucht die Quadriga in ein Lichtermeer. Quelle: ap
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Friedlich und ausgelassen haben Millionen Menschen in Deutschland ins neue Jahr 2010 gefeiert. Trotz Kälte und Nässe kamen allein in Berlin fast eine Million Menschen auf die Partymeile am Brandenburger Tor. Die Rettungsdienste hatten allerdings ebenfalls Hochbetrieb. Sie mussten zu Tausenden Einsätzen wegen Bränden, Unfällen, Streitigkeiten oder Alkoholmissbrauchs ausrücken. Viele Menschen wurden verletzt, einige kamen ums Leben. Es entstanden Millionenschäden.

In Hamburg und Frankfurt am Main gab es auch Randale. In der Hamburger Hafenstraße lieferten sich rund 300 zum Teil linksautonome Aktivisten eine Straßenschlacht mit rund 250 Polizisten. Drei Beamte wurden laut Polizei von Flaschen- oder Steinwürfen leicht verletzt. In Frankfurt bewarf auf der Alten Brücke eine Gruppe von rund 100 Menschen Polizisten mit Flaschen und Feuerwerkskörpern. Eine Beamtin wurde am Knie verletzt.

„Ruhige Silvesternacht mit 1.400 Einsätzen“

Die Hamburger Polizei sprach abgesehen von den Ausschreitungen von einer „vergleichsweise ruhigen Silvesternacht mit 1.400 Einsätzen“. Die Feuerwehr musste zu 892 Einsätzen ausrücken nach fast 300 mehr im Vorjahr. Die Stadtreinigung rechnete aktuell mit 25 Tonnen Böllermüll, die sie am Neujahrstag räumen muss, und damit ebenfalls weniger als im Vorjahr (27 Tonnen).

Eine Tendenz kann man daraus allerdings nicht ableiten. Während auch die Polizei beispielsweise in Essen, Münster oder Bremen eine ruhigere Neujahrsnacht verzeichnete, hatten die Kollegen etwa in Düsseldorf, Duisburg oder Rendsburg nach eigenen Angaben mehr als im Vorjahr zu tun. In Berlin zog die Polizei zwar eine „insgesamt erfreuliche Silvesterbilanz“. Allerdings gab es 1.876 Einsätze nach 1.827 im Vorjahr.

Schwere Unfälle von Betrunkenen

Einen grausigen Start ins neue Jahr hatte eine 19-jährige, offenbar betrunkene Frau in Frankfurt am Main. Eine U-Bahn trennte der auf den Gleisen liegenden jungen Frau das linke Bein ab. In einem Krankenhaus wurde laut Polizei versucht, das abgetrennte Bein wieder anzunähen.

Tödliches Opfer des Alkohols wurde ein 25-jähriger Student in Regensburg. Der laut Polizei offenbar betrunkene junge Mann fiel von einer Brücke mehr als zehn Meter in die Tiefe und landete auf einer Betonplatte am Donauufer, wo er seinen Verletzungen erlag.

Kindertagesstätte in Köln ausgebrannt

Erneut kam es zu zahlreichen Bränden, von Balkonbränden irregeleiteter Raketen bis hin zu abgebrannten Häusern und Stallungen. In Köln-Dellbrück brannte eine Kindertagesstätte aus. Die Ursache war zunächst unklar. In Fuchstal im Landkreis Landsberg am Lech brannte ein landwirtschaftliches Anwesen nieder, ein Feuerwehrmann wurde verletzt. Die vier Bewohner konnten das Haus und die Tiere den Stall unverletzt verlassen. Der Schaden belief sich auf 500.000 Euro. Im oberbayerischen Traunreut flog eine Silvesterrakete durch ein offenes Fenster und löste einen Wohnungsbrand aus. Eine Person erlitt eine Rauchvergiftung.

Todesopfer in ausgebrannten Wohnungen entdeckt

Jeweils ein Todesopfer fanden die Einsatzkräfte beim Brand eines Einfamilienhauses in Bad Berneck im Landkreis Bayreuth und beim Brand einer Wohnung in Neubrandenburg.

In Kammeltal im Landkreis Günzburg explodierte auf einer Party in einem Bauwagen eine Flasche mit Feuerzeugbenzin. Ein 16-Jähriger erlitt Brandwunden an Armen und Beinen sowie eine Rauchvergiftung. In Hamburg-St. Pauli fügte sich ein 38 Jahre alter Mann lebensgefährliche Verletzungen zu, als er einen Knallkörper in eine Flasche steckte und ihn bei der Explosion Glassplitter am Kopf trafen.

apd

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