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Panorama Roman Polanskis
 soll am Freitag entlassen werden
Nachrichten Panorama Roman Polanskis
 soll am Freitag entlassen werden
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21:09 02.12.2009
Von Wiebke Ramm
Das Chalet von Roman Polanski in der Schweiz. Quelle: afp
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Ein schmuckes Holzhaus, schneebedeckte Tannen, Flocken, die vom Himmel rieseln: Roman Polanskis kann offenbar schon den zweiten Advent in seinem idyllisch gelegenen Chalet im schweizerischen Gstaad feiern und muss nicht länger in seiner Gefängniszelle in Winterthur sitzen. Er werde am Freitag in die überwachte Freiheit entlassen, teilte das Bundesamt für Justiz gestern mit. Dass Polanski nicht schon eher seinen Hausarrest angetreten ist, hatte nach Behördenangaben an der noch ausstehenden Kaution in Höhe von 4,5 Millionen Franken (drei Millionen Euro) gelegen. Seit 26. September sitzt Polanski auf Antrag der US-Justiz in Auslieferungshaft.

Dass der 76-Jährige „nicht vor Freitag“ seinen Hausarrest antreten werde, hatte das Justizministerium schon am Dienstag erklärt – aus Mitleid mit den wartenden Journalisten, wie ein Sprecher sagte: „So müssen die Journalisten nicht tagelang im Schnee ausharren.“ Das allerdings tun sie längst. Bei Schneetreiben warten sie vor Polanskis Anwesen auf die Ankunft des berühmten Häftlings. Die Warterei gestalte sich eher mühsam, berichtete eine Reporterin der Schweizer Boulevardzeitung „Blick“: Die Stimmung sei „leicht gereizt“. Doch weggehen, mag kaum jemand der wartenden Fotografen und Kamerateams. Denn vielleicht sind die offiziellen Angaben bloß eine Finte, um Polanski eine ungestörte Ankunft zu ermöglichen. Das Bild, auf das alle warten, wird es allerdings ohnehin nur schwerlich geben: Die elektronische Fußfessel an Polanskis Knöchel, die er bis zum Ausgang des Auslieferungsverfahrens tragen muss, wird ihm nach Behördenangaben erst hinter den Türen seines Hauses angelegt. Außerdem ist sie nur so groß wie eine Armbanduhr.

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Beim Betreten oder Verlassen des Hauses übermittelt ein Sender an der Fessel ein Signal an einen Empfänger, der an dem Telefonnetz angeschlossen sein soll. Stimmen die Bewegungen mit dem festgelegten Wochenplan nicht überein, schlägt das Gerät Alarm. Das geschieht auch, wenn Polanski versuchen sollte, die Fessel zu entfernen.

Auf seinem Grundstück jedoch kann Polanski tun, was er möchte: Besuch empfangen, telefonieren, E-Mails und neue Drehbücher schreiben. In erster Linie wird er aber wohl darauf warten, dass endlich über seine Auslieferung entschieden wird. Die US-Justiz wirft ihm vor, vor 32 Jahren eine 13-Jährige sexuell missbraucht zu haben. Dort drohen ihm zwei Jahre Haft.