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Rostock: Obdachloser neun Tage gefangen gehalten und schwer misshandelt

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16:17 08.07.2019
Ein 38-Jähriger, der neun Tage lang einen Mann in Rostock gefangen gehalten und misshandelt haben soll, ist am Montagmorgen dem Haftrichter vorgeführt worden.
Ein 38-Jähriger, der neun Tage lang einen Mann in Rostock gefangen gehalten und misshandelt haben soll, ist am Montagmorgen dem Haftrichter vorgeführt worden. Quelle: Stefan Tretropp
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Rostock

Neun Tage lang ist ein 42-jähriger Mann in einer Wohnung in Rostock gefangen gehalten und misshandelt worden. Schwer verletzt gelang es ihm schließlich zu entkommen und in die Notaufnahme eines Krankenhauses zu fliehen. Er blutete stark und hatte mehrere Brüche im Kieferbereich erlitten. Am Montag wurde ein 38-jähriger Tatverdächtiger verhaftet.

Die Tat hatte sich bereits Ende Juni ereignet. Dem 42-jährigen Obdachlosen soll angeboten worden sein, in der Wohnung einer Bekannten in einem Mehrfamilienhaus unterzukommen. Der 38-Jährige wohnte ebenfalls in der Wohnung der Bekannten. Nach ersten Erkenntnissen kannte der Tatverdächtige das Opfer vermutlich von früheren Trinkgelagen. Er soll es in der Wohnung eingesperrt, mit einer Flasche mehrfach auf den Kopf geschlagen und körperlich misshandelt haben. Zwischenzeitlich soll auch die gemeinsame Bekannte der Männer anwesend gewesen sein.

Nähere Hintergründe werden ermittelt

Wie Harald Nowack, Pressesprecher der Staatsanwaltschaft, der „Ostsee-Zeitung“ bestätigte, sei es dem Opfer gelungen, sich selbst aus dem Martyrium zu befreien. Die Polizei hat Ermittlungen gegen den 38-Jährigen wegen gefährlicher Körperverletzung und Freiheitsberaubung eingeleitet.

Am frühen Montagmorgen wurde er festgenommen und einem Haftrichter vorgeführt. Der Verdächtige sei wegen Gewaltdelikten bei der Polizei bekannt. Nähere Hintergründe zur Tat sind noch unklar und werden nun ermittelt.

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Von Stefan Tretropp/RND/dpa