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Panorama Veronica Ferres: „Ich habe auch Existenzängste“
Nachrichten Panorama Veronica Ferres: „Ich habe auch Existenzängste“
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11:38 07.08.2018
Die Schauspielerin Veronica Ferres. Quelle: Ursula Düren/dpa
München

 Dass jemand wie Veronica Ferres (53) sich überhaupt Sorgen um Geld und Zukunft macht, überrascht. Anlässlich ihres neuen Films „Tod auf Raten“ sprach die Münchnerin mit dem „RedaktionsNetzwerk Deutschland“.

Ihre Filmfigur kämpft mit Existenzängsten. Kannten Sie das je selbst?

Existenzängste hat ein Schauspieler immer – auch ich habe die noch. Ich bin autark und stehe auf meinen eigenen Beinen. Ich bin allein für meine Tochter und mich verantwortlich und wie es weitergeht, kann man als Freiberufler nie wissen. Ich erinnere mich noch gut an eine Phase während meines Theaterwissenschafts-Studiums, als ich wirklich einmal gar kein Geld mehr hatte und so verzweifelt war, dass ich den Reis aus Jonglierbällen gekocht habe. Ich war dann bei einem Casting, und als ich die Zusage für eine Rolle bekommen habe, war meine erste Frage: Können Sie mir ein Konto anlegen? Zum Glück ist diese Phase vorbei.

„Die Familie hat immer Vorrang“

Musste bei Ihnen schon mal die Karriere für die Familie hintenanstehen?

Ich stoße ständig an die Grenze, wo ich entscheiden muss, was wichtiger ist. Die Familie hat immer Vorrang, sie ist das Wichtigste in meinem Leben. Es gibt immer wieder Situationen, wo die Sinuskurve des Lebens auch vor mir nicht haltmacht und Dinge nicht laufen, wie sie geplant waren. Und dann muss man wissen, wo man hingehört und dass die eigenen Kinder die Nummer Eins sind.

Und wann denken Sie: Jetzt muss ich aber auch mal an mich denken?

Bei mir kommt der Punkt oft zu spät. Es ist so, dass ich meist gar nicht merke, wie viel ich arbeite. Ich habe das Glück, dass mein Beruf sich nicht wie Arbeit anfühlt, sondern wie eine Leidenschaft. Trotz allem bleibt dann da einiges auf der Strecke: Freundschaften, die man gern mehr pflegen würde, Bücher, die man immer schon mal lesen wollte, Museen, die man immer schon mal besuchen wollte. Am Ende kann man nicht alles haben.“

„Die schwierigsten Dinge mit Humor nehmen“

Ihre Filmfigur gibt ihren Mann in ein Pflegeheim. Können Sie sich ein Leben dort vorstellen?

Ich hab mir insofern Gedanken darüber gemacht, dass ich mich schon erkundigt habe, was ich so an Rente und Pflegeversicherung bekommen werde. Das Ergebnis war ernüchternd – und würde für ein gutes Heim nicht reichen. Dadurch, dass ich meine Eltern beide schon verloren habe, macht man sich natürlich schon Gedanken, weil man weiß, dass man der nächste ist, der in der Reihe steht. Ich bin jemand, der versucht, die schwierigsten Dinge immer mit Humor zu nehmen. Von daher hätte ich kein Problem damit, in einem Heim zu leben. Im Gegenteil – so Rollstuhlwettrennen und anderen Mitbewohnern das Gebiss klauen – das kann doch lustig werden.

Von Lena Obschinsky/RND

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