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Panorama Schnee und Eis behindern weiterhin den Verkehr
Nachrichten Panorama Schnee und Eis behindern weiterhin den Verkehr
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15:02 27.12.2010
Einige Straßen in Niedersachsen sind unpassierbar. Die Folgen des Winterwetters der letzten Tage sind immer noch zu spüren. Quelle: dpa (Symbolbild)
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Das Winterwetter sorgt in Niedersachsen weiter für Probleme. Vor allem die Bundes-, Land- und Kreisstraßen in Süd-Ost-Niedersachsen seien betroffen, teilte die Verkehrsmanagementzentrale am Montag mit. Im Landkreis Northeim und am Höhenzug Elm waren einige Land- und Kreisstraßen wegen Schneebruchs unpassierbar. Zahlreiche Bäume waren unter der schweren Schnee- und Eislast umgeknickt. Auf den Autobahnen hatte sich die Lage dagegen entspannt. Mindestens ein Fahrstreifen sei geräumt und gestreut.

Lediglich die A1 ist seit den frühen Morgenstunden bei Bremen komplett gesperrt, weil ein Lastwagen auf schneeglatter Fahrbahn ins Schleudern geriet und in die Mittelleitplanke krachte. Der Fahrer wurde leicht verletzt. Die Vollsperrung sollte bis Montagmittag anhalten. Im Landkreis Osterholz wurde ein 25 Jahre alter Autofahrer schwer verletzt. Er war mit seinem Wagen auf schneeglatter Fahrbahn auf der Kreisstraße 10 ins Schleudern geraten und gegen einen Baum geprallt.

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Bahnreisende mussten in Niedersachsen auch am Montag noch Geduld beweisen. Nach Angaben eines Sprechers hatten einige aus Westen kommende Fernzüge Verspätungen von bis zu 45 Minuten. Als Grund nannte die Bahn neben Störungen an Triebfahrzeugen, Wagen und Weichen auch „hohes Fahrgastaufkommen“ oder „hohe Streckenauslastung“. Der Nahverkehr lief nach Angaben der Bahn aber planmäßig.

Nach tagelangem Stillstand nimmt die Schifffahrt auf dem Mittellandkanal in Niedersachsen dagegen langsam wieder Fahrt auf. Seit 6.00 Uhr sorgten zwei Eisbrecher von Hannover-Anderten in Richtung Westen für eine frei Fahrrinne, sagte eine Sprecherin der Wasser- und Schifffahrtsdirektion Mitte am Montag in Hannover. Dagegen bleibt der seit dem 22. Dezember gesperrte Elbe-Seiten-Kanal dicht. Auch zahlreiche Seitenkanäle bleiben noch unpassierbar.

Gefahr droht mittlerweile auch den Spaziergängern. Die Niedersächsischen Landesforsten warnen vor Ausflügen in Wäldern, in denen vergangene Woche Eisregen gefallen ist. „Das gilt besonders für den Raum Braunschweig: Die Äste und Bäume sind so schwer bepackt, dass die Gefahr besteht, dass sie unter den Eismassen einstürzen“, sagte Behördensprecher Stefan Fenner am Montag. Anders als beim Windbruch könnten jetzt nicht alle gefährlichen Äste abgeschnitten werden - man müsse auf Tauwetter warten.

dpa

Dieser Artikel wurde aktualisiert.

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