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Panorama Schnee zum Jahreswechsel
Nachrichten Panorama Schnee zum Jahreswechsel
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14:43 30.12.2009
Winterwetter an der Ostsee: Ein warm angezogener Mann bei Schneetreiben auf der Seebrücke in Zingst.
Winterwetter an der Ostsee: Ein warm angezogener Mann bei Schneetreiben auf der Seebrücke in Zingst. Quelle: ddp
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Die Eisdecke im Norden Deutschlands dürfte in den nächsten Tagen weiter wachsen. Während im Süden Deutschlands bei vergleichsweise milden Temperaturen an Silvester Regen fällt, rechnet der Deutsche Wetterdienst im Norden dank Polarluft mit einem weißen Jahreswechsel. Demnach wird vor allem südlich der Elbe weiterhin Schnee fallen. Dabei sind Neuschneehöhen über zehn Zentimeter möglich. In Hannover liegen die Temperaturen am Mittwoch um den Gefrierpunkt bei Schnee- und Schneeregen.


Bei mäßig bis frischen Wind aus Nordost besteht die Gefahr von Schneeverwehungen. Im südlichen Niedersachsen fällt anfangs auch Regen, der örtlich gefriert. Glatteis kann es ebenfalls in Südbrandenburg geben. Im Osten fällt zeitweise Schnee, Schneeregen oder auch Regen. Gelegentliche Regenfälle bestimmen das Silvesterwetter in der Südhälfte Deutschlands. Das Thermometer steigt im Norden höchstens auf null Grad. In der Mitte Deutschlands werden es ein bis fünf Grad, im Süden vier bis zehn Grad.

Durch die wieder sinkenden Temperaturen legt sich die deutsche Ostseeküste langsam einen Eispanzer zu. Die Seehäfen in Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein sind zwar weitgehend problemlos befahrbar, kleinere Häfen wie Kloster auf Hiddensee mussten jedoch bereits wegen Eisgangs geschlossen werden. Eisbedeckt sind nahezu alle Boddengewässer in Vorpommern, Neueis wurde unter anderem aus Schleswig gemeldet.


Laut dem Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrografie (BSH) sind der Peenestrom und Teile des Greifswalder Boddens mit bis zu zehn Zentimeter dickem Eis bedeckt. Zwischen den Inseln Hiddensee und Stralsund haben sich Eisschollen ebenfalls zu bis zehn Zentimeter dicken Schichten zusammengepresst und behindern die Schifffahrt.

Der erneute Wintereinbruch hat zum Jahresende in Nord- und Ostdeutschland den Verkehr behindert. Dabei blieb es meist bei Blechschäden. In Niedersachsen wurde am Mittwoch aber ein 19-Jähriger getötet, als sein Auto wegen überhöhter Geschwindigkeit auf der eisglatten Bundesstraße 493 gegen einen Baum prallte. Bereits am Dienstag wurde in Sachsen eine 70 Jahre alte Passantin getötet, als sie von einem ins Schleudern geratenen Wagen erfasst wurde. Ansonsten hatten die Verkehrsteilnehmer ihre Fahrweise offenbar meist gut auf Schnee und Glätte angepasst oder den Wagen gleich ganz stehengelassen. An der deutschen Ostseeküste mussten kleinere Häfen gesperrt werden.

In Nordrhein-Westfalen registrierte die Polizei trotz Glatteises ebenfalls nur eine geringe Zahl von Verkehrsunfällen. In der Nacht zu Mittwoch wurde ein Polizist auf der A 1 bei Münster leicht verletzt, als eine 29-Jährige mit ihrem Pkw in eine abgesicherte Unfallstelle fuhr und gegen den Streifenwagen prallte.

Einem Sprecher der Hamburger Verkehrsleitzentrale zufolge hatten viele Autofahrer offenbar wegen der Wettervorhersagen den Wagen stehengelassen.

ddp