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Panorama Schwere Waldbrände vor Athen
Nachrichten Panorama Schwere Waldbrände vor Athen
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08:38 23.08.2009
Nach Angaben der Feuerwehr fraßen sich die Flammen unkontrolliert durch Pinienwälder und Felder rund 40 Kilometer nordöstlich von Athen. Quelle: Louisa Gouliamaki/AFP
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Nach Angaben der Feuerwehr fraßen sich die Flammen unkontrolliert durch Pinienwälder und Felder rund 40 Kilometer nordöstlich von Athen und bewegten sich immer weiter auf die Hauptstadt zu.

Rund 160 Feuerwehrleute waren am Samstag mit Löschfahrzeugen, Helikoptern und Bulldozern in den Dörfern Grammatiko, Varnavas und Kalentsi im Einsatz, über Athen hingen dichte Rauchschwaden. Die Behörden riefen den Notstand aus. Starke Winde mit Geschwindigkeiten von bis zu 50 Kilometern pro Stunde fachten die Flammen immer wieder an und erschwerten die Löscharbeiten. Die Feuer wüteten auch in den Bergen nahe der Stadt Marathon. Bürgermeister Spiros Sagaris äußerte beim Fernsehsender ANT1 Befürchtungen, ohne rasche Hilfe der Feuerwehr werde die ganze Stadt niederbrennen.

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Über Verletzte und Schäden wurde zunächst nichts bekannt. Griechische Medien berichteten, mehrere Häuser seien niedergebrannt. Die Feuerwehr bestätigte dies zunächst jedoch nicht. Griechenlands Ministerpräsident Kostas Karamanlis sagte, Feuerwehrleute und Freiwillige führten einen schwierigen Kampf unter extremen Bedingungen. Die Feuerwehr ordnete die Evakuierung zahlreicher Häuser an, Medienberichten zufolge brachten die Rettungskräfte auch Kinder aus einem Ferienlager in Sicherheit. Die Bewohner kämpften eigenhändig mit Wasserschläuchen gegen die Flammen, wie auf Fernsehbildern zu sehen war.

Die Brände waren am Freitag ausgebrochen und in der Nacht zum Samstag außer Kontrolle geraten. Wegen der hohen Temperaturen von rund 40 Grad und starken Sommerwinden wird Griechenland immer wieder von schweren Waldbränden heimgesucht. 2007 kamen bei einer Reihe von Waldbränden 77 Menschen ums Leben, tausende Hektar Wald wurden zerstört.

Im Norden Portugals wüteten mehrere Brände, auch in der Nähe der Hauptstadt Lissabon gab es eine Feuersbrunst. Am Samstagabend brachten in Quinta da Paiva mehr als 160 Feuerwehrleute mit 32 Fahrzeugen und vier Löschflugzeugen das größte Feuer unter Kontrolle. Seit Anfang des Jahres wurden in Portugal fast 24.000 Hektar Land durch Brände zerstört - 7000 Hektar mehr als im gesamten vergangenen Jahr.

AFP