Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Panorama Schwertwal tötet Tiertrainerin in US-Freizeitpark
Nachrichten Panorama Schwertwal tötet Tiertrainerin in US-Freizeitpark
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
09:23 25.02.2010
Schwertwal in SeaWorld tötet Tierpflegerin.
Anzeige

Die 40-jährige Frau wurde im Anschluss an eine Vorführung von dem Wal gepackt und in die Tiefe gerissen, wie der Freizeitpark SeaWorld in Orlando am Mittwoch mitteilte.

Der Walbulle mit dem Namen „Tilikum“ war zuvor schon 1991 und 1999 an tödlichen Zwischenfällen beteiligt. Aus diesem Grund war es den Pflegern untersagt, sich zusammen mit diesem Wal in einem Becken aufzuhalten. Schwertwale werden auch als Orcas bezeichnet; der wissenschaftliche Name der bis zu acht Meter langen Tiere lautet Orcinus orca.

Anzeige

Die Pflegerin Dawn Brancheau befand sich während einer Vorführung am Mittwoch zusammen mit „Tilikum“ auf der Plattform eines Meerwasserbeckens und massierte den Wal. Die Augenzeugin Victoria Biniak berichtete, der Wal sei plötzlich in das Becken gesprungen. „Dann kam er zurück, schoss in die Luft hoch, packte die Dompteurin an der Hüfte und begann, sie herumzuwirbeln.“ Die erschrockenen Zuschauer wurden schnell herausgeführt, die SeaWorld wurde zeitweise geschlossen.

Dawn Brancheau konnte nur noch tot aus dem Wasser geborgen werden. Es war zunächst unklar, ob sie ertrunken ist oder andere Verletzungen erlitten hat. Kein anderer Pfleger habe mehr Erfahrung mit „Tilikum“ gehabt als Brancheau, sagte der Leiter des Dressurprogramms der SeaWorld-Parks, Chuck Tompkins.

Der Experte Steve McCulloch vom Marine Mammal Research and Conservation Program der Florida Atlantic University sagte, vielleicht habe der Wal nur spielen wollen. „Das sind sehr große und mächtige Meeressäugetiere. Sie zeigen ein solches Verhalten auch in Freiheit.“

Der tödliche Zwischenfall am Mittwoch war nicht der erste derartige Angriff in einem SeaWorld-Zentrum. Im November 2006 schnappte ein Schwertwal in der SeaWorld von San Diego nach einem Dompteur und zog ihn mehrmals unter Wasser. Der Tiertrainer überlebte mit einem gebrochenen Fuß. Im Juli 1999 blieb ein Besucher nach der Schließung der SeaWorld in Orlando in der Anlage. Er wurde später tot aus dem Becken mit „Tilikum“ geborgen. „Tilicum“ war auch einer von drei Orcas, die 1991 für den Tod eines Dompteurs im Sealand-Zentrum in der kanadischen Stadt Victoria verantwortlich gemacht wurden.

apn

25.02.2010