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Panorama Seltenes weißes Kiwi-Küken in Neuseeland geschlüpft
Nachrichten Panorama Seltenes weißes Kiwi-Küken in Neuseeland geschlüpft
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19:30 24.05.2011
Manakura ist am 1. Mai geschlüpft. Der Vogel sei kein Albino, betonte das Zentrum. Quelle: dpa
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In Neuseeland ist ein weißes Kiwi-Küken geschlüpft, was äußerst selten vorkommt. Das Junge wurde in der Maori-Sprache der Ureinwohner Manakura getauft - auf Deutsch etwa: von der Statur eines Häuptlings. Das berichtete das staatliche Brutprogramm am Pukaha Mount Bruce-Zentrum rund 130 Kilometer nördlich der Hauptstadt Wellington am Dienstag.

Die Ornithologen feiern mit diesem Küken die bislang erfolgreichste Brutsaison. Sie versuchen seit 2003, das Überleben der vom Aussterben bedrohten Kiwi-Arten zu sichern. Dafür bringen sie Kiwi-Eier aus der Wildnis in das Zentrum, brüten sie aus und päppeln die Küken auf, bis sie stark genug sind, um sich in freier Wildbahn vor Angreifern zu schützen.

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Manakura ist am 1. Mai geschlüpft. Der Vogel sei kein Albino, betonte das Zentrum. Weiße Vögel kämen in der Natur vor, seien aber äußerst selten. „So weit wir wissen, ist es das erste weiße Küken, das in Gefangenschaft geschlüpft ist“, sagte Bob Francis, Vorsitzender des Aufsichtsrats des Brutzentrums.

Insgesamt schlüpften in dieser Saison in dem Zentrum 14 Küken. In den fünf Jahren davor waren es insgesamt nur zehn. Die Kiwis werden wieder ausgesetzt, wenn sie etwa ein Kilogramm Körpergewicht erreicht haben. Das dauert in der Regel vier bis sechs Monate. Auch Manakura soll wieder in die Freiheit entlassen werden. „Ein weißer Kiwi fällt natürlich auf und ist deshalb angreifbarer“, meinte Chris Lester, beim Umweltamt zuständig für das Zentrum.

Kiwis können nicht fliegen. Sie sind Nachttiere und leben in Höhlen am Boden. Die größte Art wird etwa 45 Zentimeter groß. Das Umweltamt schätzt die verbliebene Zahl auf gut 70 000. Vor Ankunft der weißen Siedler gab es in Neuseeland außer Fledermäusen keine Säugetiere. Die Kiwis hatten keine natürlichen Feinde. Heute bedrohen vor allem Hermeline und Hunde ihr Überleben.

dpa