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Panorama Ein Sheriff sorgt für Ordnung
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00:17 03.12.2015
Von Stefan Koch
„Politisch inkorrekt“: Sheriff Mike Jolley hat 553 Dollar für das Schild bezahlt. Quelle: Haz
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Harris County

"Wir sagen: Frohe Weihnachten und Gott segne Amerika. Wem das nicht passt, der soll verschwinden", steht auf einem großen Schild im US-Bundesstaat Georgia.

Aufgestellt es Schild Sheriff Mike Jolley, der es leid ist, die Traditionen immer mehr in den Hintergrund gedrängt zu sehen. 553 Dollar hat er sich die Warnung kosten lassen. "Achtung: Harris County ist politisch inkorrekt."

Schweigender Mehrheit eine Stimme geben

Die strikte Trennung von Staat und Religion zählt zum Kern Amerikas. Immer mehr setzt sich daher die Linie durch, religiös unverfängliche Formeln statt traditioneller Grüße wie etwa "Frohe Weihnachten" zu benutzen. Schließlich soll kein Anders- oder Ungläubiger brüskiert werden. Sheriff Jolley meint, dass viele Amerikaner damit hadern. Er will nun dieser schweigenden Mehrheit eine Stimme geben: "Es wird Zeit, dass wir für unsere Werte auch öffentlich eintreten." Selbst in Kinderbüchern sei nicht mehr von den Weihnachtstagen die Rede, sondern nur noch von "speziellen Tagen". Auch das Bekenntnis zu den eigenen Truppen und zur eigenen Fahne sei in der Öffentlichkeit kaum noch zu hören.

Innerhalb weniger Tage verbreitete sich die Aktion im ganzen Land, der Patriot aus Georgia findet bereits Nachahmer. Annie Laurie Gaylor, Präsidentin der Gesellschaft "Freedom From Religion" hält dem Sheriff vor, einen Teil der Gesellschaft bewusst auszugrenzen.

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