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Panorama Sieben Festnahmen nach Ausschreitungen in Vancouver
Nachrichten Panorama Sieben Festnahmen nach Ausschreitungen in Vancouver
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08:48 14.02.2010
Der Polizei gelang es schnell, die Lage in Vancouvers Innenstadt in den Griff zu bekommen. Quelle: dpa
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Eine Gruppe von mehr als 200 schwarzgekleideten maskierten jungen Leuten war am Morgen (Ortszeit) durch die Innenstadt gezogen, hatte Polizisten mit Gegenständen beworfen und die Fensterscheibe eines Geschäftes zerstört. Autos und Busse wurden demoliert und mit Farbe besprüht.
Der Polizei in Kampfausrüstung gelang es rasch, die Lage in den Griff zu bekommen. Verletzt wurde nach Medienberichten niemand.

Der Protestmarsch war vom Olympics Resistance Network organisiert worden, einem Sammelbecken von Olympia-Gegnern, die sich hauptsächlich gegen die hohen Ausgaben für die Spiele wenden. Nach einem Aufruf des „Netzwerkes“ richtete sich die Demonstration am Samstag gegen den „Kapitalismus“. Gezielt wurde die Parole ausgegeben, das „Business as usual“ am ersten Wettkampf-Tag zu stören.

Der Polizeichef von Vancouver, Jim Chu, sagte, die Hälfte der Demonstranten seien „reisende Kriminelle“ gewesen, darunter eine Gruppe von Anarchisten aus dem mittleren Kanada, die wiederholt bei Protestaktionen randaliert hätten.
Augenzeugen sprachen von „ziemlich drastischen Szenen“. Die Demonstranten hätten Kästen aus Metall in die Schaufensterscheibe des Geschäftes geworfen, in dem olympische Souvenirs verkauft werden. „Es war abscheulich“, sagte ein Anwohner. Vancouver sei stolz auf die Spiele und freue sich, „und dann gibt es diese Leute, die alles ruinieren wollen“.

dpa