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Panorama Spontanurlauber profitieren vom frühen Ferienbeginn
Nachrichten Panorama Spontanurlauber profitieren vom frühen Ferienbeginn
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09:45 23.06.2010
Sommerzeit, Badezeit: Wer an die Küste will, sollte schnell losfahren, aber vorher buchen. Quelle: dpa
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Ob an der Nordsee, in der Lüneburger Heide, im Weserbergland oder im Harz – eigentlich gibt es bis Mitte Juli überall noch freie Unterkünfte. „Wer ein bisschen flexibel ist, findet auch etwas“, meint Nadine Bungenstock von der Tourismus Marketing Niedersachsen. Sie rät allerdings, nicht einfach loszufahren, sondern sich vorher bei den örtlichen Tourismusinformationen zu erkundigen.

In Cuxhaven und Bensersiel stellt man sich für dieses Wochenende auf zahlreiche Spontanurlauber ein: „Wenn es wärmer wird, steigen viele Leute ins Auto und fahren an die Küste.“ Die Temperatur in der Nordsee ist mittlerweile auf 17 Grad geklettert, da kann man auch mal ein Bad wagen. Die Buchungslage auf den Ostfriesischen Inseln sei schon jetzt sehr gut, heißt es. Norderney und Langeoog vermelden steigende Besucherzahlen. Über zusätzliche Gäste freue man sich dennoch, und ein Quartier fänden diese auch, in Hotels genauso wie in Ferienwohnungen. „Wir sind saisonklar“, sagt Langeoogs Kurdirektor Peter Wettstein. Er verweist auf die drei neuen Hotels der Insel, die mit Unterstützung des Landes entstanden sind. Gerade ältere Gäste würden eher in Hotels als in Ferienwohnungen übernachten.

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In den Harz zieht es vor allem Wanderer und Mountainbiker, es gibt aber auch viele Angebote für Kinder. Im Weserbergland finden Kurzentschlossene auch immer noch genügend Quartiere, wenn auch nicht unbedingt direkt am Wasser. Der Tourismusverband Lüneburger Heide hat extra ein Last-Minute-Portal auf seiner Internetseite eingerichtet. „Unsere Hochsaison ist erst während der Heideblüte im August und September“, sagt ein Sprecher. Familien, die jetzt einen Kurztrip zum Vogelpark Walsrode, zum Heide-Park Soltau oder in den Seregentipark machen wollten, müssten sich keine Sorgen um Unterkünfte machen.

Autofahrer müssen Geduld haben

Ab dem heutigen Schulende werden sich wieder viele Familien auf den Weg in den Urlaub machen. Und pünktlich zum Ferienstart rechnet der ADAC wieder mit zahlreichen Staus auf den niedersächsischen Autobahnen. „Dennoch sollten Reisende auf jeden Fall auf der Autobahn bleiben und nicht auf Bundesstraßen ausweichen“, sagt ADAC-Sprecherin Christiane Rettig. Denn dieser Weg dauere auf jeden Fall länger. Einzige Ausnahme: „Die Großbaustelle auf der A 1 zwischen Hamburg und Bremen sollte großräumig umfahren werden.“

70 Kilometer lang ist die Baustelle zwischen dem Buchholzer Dreieck und dem Bremer Kreuz. Reisende sollten über die A 27, das Walsroder Dreieck und die A 2 fahren, empfiehlt der ADAC. Nördlich von Osnabrück wird es auf der A 1 vermutlich wieder Staus durch eine Baustelle geben. Auch die Großbaustelle zwischen dem Kirchhorster Dreieck und dem Kreuz Hannover-Ost wird zu Verkehrsproblemen führen. Betroffen sind die A 2 und die A 7. „Probleme gibt es hier meist in Richtung Norden“, sagt Rettig. Auf der A 7 zwischen Göttingen und Nörten-Hardenberg läuft der Verkehr zurzeit zweispurig. Bei Unfällen gibt es keine Ausweichmöglichkeiten, warnt der ADAC. Auch zwischen dem Walsroder Dreieck und Soltau wird es auf der A 7 vermutlich zu Staus kommen.

Autofahrer werden vom ersten Ferientag an flexibel sein müssen. Der ADAC rechnet zwischen dem heutigen Mittwoch und kommendem Sonnabendnachmittag mit dem höchsten Verkehrsaufkommen. „Dann dürfte sich die Lage wieder entspannen“, meint Rettig. Bis dahin rät der ADAC dazu, abends oder nachts loszufahren und so Staus zu vermeiden. „Tagsüber wird Geduld gefordert sein“, sagt sie.

dö/alb