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Panorama Winnenden klagt gegen Eltern des Amokläufers
Nachrichten Panorama Winnenden klagt gegen Eltern des Amokläufers
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09:00 05.02.2014
Bei dem Amoklauf von Winnenden sind 15 Menschen ums Leben gekommen. Quelle: dpa
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Winnenden

Der Streit um Schadenersatz geht auch fast fünf Jahre nach dem Amoklauf von Winnenden weiter. Die Stadt Winnenden hat eine Klage gegen die gegen die Eltern des Täters angekündigt. Die Versicherung und die Anwälte der Opfer und Angehörigen haben unterdessen eine Lösung gefunden.

Tausende Trauernde haben am Freitagabend bei einem Gottesdienst in Weiler zum Stein den Opfern des Amoklaufs von Winnenden gedacht. Am Sonnabend fand in Winnenden die erste Beisetzung statt. Bei dem Amoklauf in der Albertville-Realschule hatte der 17-jährige ehemalige Schüler Tim K. am Mittwoch neun Schüler und drei Lehrerinnen erschossen. Auf seiner Flucht nach Wendlingen tötete er drei weitere Menschen, bevor er Selbstmord beging.

Die Eltern von Tim K. seien nicht bereit gewesen, sich "in irgendeiner Weise" an der Schadensregulierung zu beteiligen, teilte die Stadt nach einer Gemeinderatssitzung am Dienstagabend mit. Alle Vorschläge seien abgelehnt worden, obwohl die Stadt und die baden-württembergische Unfallkasse bereit gewesen wären, den Eltern bei den Zahlungen "sehr weit entgegenzukommen". Es geht um 9,4 Millionen Euro für Folgekosten der Gewalttat.

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Beim Schadenersatz für die Hinterbliebenen der Opfer konnte man sich hingegen einigen. Die Deckungssumme betrage zwei Millionen Euro, sagte eine Sprecherin der Haftpflichtversicherung des Vaters von Tim K. am Dienstag. "Wir sind zuversichtlich, alle Gelder in Kürze auszahlen zu können", sagte sie weiter. Es gebe rund 50 Anspruchsteller aus dem Kreis der Opfer und ihrer Angehörigen.

Der 17-jährige Tim K. hatte im März 2009 mit einer Waffe seines Vaters ein Blutbad mit 15 Toten in Winnenden und Wendlingen angerichtet und sich selbst erschossen. In einem Strafprozess war der Vater des Amokläufers wegen fahrlässiger Tötung zu einem Jahr und sechs Monaten Haft auf Bewährung verurteilt worden. Er hatte die Tatwaffe unverschlossen im Kleiderschrank aufbewahrt.

dpa

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