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Streifenwagen zum Pizzaholen auf Gehweg geparkt - Polizist muss Bußgeld zahlen

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20:58 11.09.2019
Ein Polizist parkte in Berlin seinen Streifenwagen auf dem Gehweg - um Pizza zu holen. Quelle: Angelo Bienek
Berlin

Von Autofahrern zugeparkte Geh- und Radwege sind Angelo Bienek ein Dorn im Auge. Der Berliner (27) engagiert sich ehrenamtlich in der „Berliner Abschleppgruppe“, besonders dreiste Fälle dokumentiert er regelmäßig bei Twitter. Dort schlugen die Fotos eines Falschparkers jetzt besonders hohe Wellen – der „Übeltäter“ ist ein Polizist. Und für den blieb der Fall tatsächlich nicht folgenlos.

Der Beamte hatte seinen Streifenwagen am 3. September direkt an einer Straßenecke abgestellt, zum Teil auf dem Bürgersteig – allerdings nicht wegen eines dringenden Einsatzes: Der Polizist holte sich zusammen mit einem Kollegen eine Pizza. „Das geht gar nicht, gerade Polizisten haben eine Vorbildfunktion und sollten Rollstuhlfahrern und Blinden nicht den Weg versperren“, sagte Angelo Bienek im Gespräch mit dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). Der 27-Jährige sprach die Beamten an, die seien „ziemlich perplex gewesen, denen schien das peinlich zu sein“. Große Einsicht habe er bei den Polizisten aber nicht feststellen können.

Bienek twitterte anschließend zwei Fotos des falsch geparkten Streifenwagens – und bekam am Mittwoch tatsächlich eine Antwort: „Richtig, das war kein Polizeieinsatz“, erwiderte die Berliner Polizei bei Twitter. „Die Vorgesetzten haben es mit dem Kollegen ausführlich ausgewertet. Er zeigte sich einsichtig und bezahlte das für diese Ordnungswidrigkeit vorgesehene Verwarnungsgeld.“

Eine gute Reaktion, findet Bienek: „Da hat die Polizei souverän gehandelt. Schön, dass sie die Hinweise der Bürger ernst nimmt und so ein Verhalten nicht folgenlos bleibt.“ Von einer ursprünglich geplanten Dienstaufsichtsbeschwerde will der 27-Jährige deshalb absehen.

Auch bei Twitter lobten viele die Einsicht der Polizei. „Gut gemacht! So ein Handeln der Polizei wünsche ich mir“, schrieb dort einer.

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Mit dpa

Von Sebastian Heintz/RND

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