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Panorama „Verhalten des Sewol-Kapitäns wie Mord“
Nachrichten Panorama „Verhalten des Sewol-Kapitäns wie Mord“
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10:31 21.04.2014
Noch immer werden zahlreiche Passagiere der Unglücksfähre vermisst. Doch gibt es kaum noch Hoffnung sie lebend zu bergen.
Noch immer werden zahlreiche Passagiere der Unglücksfähre vermisst. Doch gibt es kaum noch Hoffnung sie lebend zu bergen. Quelle: rtr
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Seoul

Südkoreas Präsidentin Park Geun Hye hat dem Kapitän der verunglückten Fähre "Sewol" vorgeworfen, sich durch sein Verhalten des "Mordes" schuldig gemacht zu haben. "Die Taten des Kapitäns und einiger Besatzungsmitglieder waren vollkommen unverständlich, inakzeptabel und kamen Mord gleich", sagte Park bei einem Treffen mit Beratern laut ihrem Büro am Montag.

Beim Untergang einer Fähre mit etwa 470 Menschen an Bord vor der Südwestküste Südkoreas hat es Tote und Verletzte gegeben.

Die Fähre war am Mittwochmorgen auf dem Weg zur Insel Jeju mit 476 Menschen an Bord gekentert und später gesunken. Park sagte, es sei zunehmend klar, dass der Kapitän Lee Joon Seok die Evakuierung des sinkenden Schiffes unnötig verzögert und die Passagiere dann "im Stich gelassen" habe, als er das Schiff verließ. "Dies ist vollkommen unvorstellbar, rechtlich wie ethisch", sagte Park. Sie kündigte an, dass das Verhalten aller Beteiligter, angefangen von den Eignern des Schiffs, über die Inspektoren bis hin zur Besatzung, untersucht werde, und die Verantwortlichen vor Gericht gebracht würden.

Lee war am Samstag ebenso wie der Steuermann und die relativ unerfahrene dritte Offizierin festgenommen worden, die zur Zeit des Unglücks das Kommando auf der Brücke hatte.  Im Zuge der Ermittlungen wurden am Montag vier weitere Besatzungsmitglieder unter dem Verdacht der Fahrlässigkeit verhaftet. Am Sonntag veröffentlichte Aufzeichnungen des Funkverkehrs zwischen der Fähre und der Schifffahrtskontrolle zeigten, dass zur Zeit des Unglücks auf der Brücke Panik und Chaos herrschte. Bis Montagmorgen wurden 64 Tote geborgen, doch wurden noch 238 Passagiere vermisst, ein Großteil davon Schüler.

afp/dpa

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