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Panorama Kinder an der Macht
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13:54 07.08.2013
Kaufen macht so viel Spaß: Noch liegen im Einkaufswagen Mamas und Papas Taschentücher - doch schon bald wird dieser kleiner Junge sein eigenes Taschengeld ausgeben. Quelle: dpa

Sind Kinder heute mit der Einschulung schon Dauernutzer des Internets? Und wie viel Geld hat ein Zehnjähriger eigentlich zur Verfügung? Diese und andere Fragen beantwortet die „KidsVerbraucherAnalyse 2013“. Im 21. Jahr ermittelt der Egmont Ehapa Verlag, in dem zum Beispiel die „Micky Maus“ erscheint, das Medien- und Konsumverhalten der Sechs- bis 13-jährigen deutschsprachigen Kinder. Dazu wurden in 1645 Doppelinterviews Eltern und deren Nachwuchs befragt – repräsentativ für die 5,92 Millionen Kinder, die in Deutschland leben. Zum dritten Mal werden 2013 auch die Vorlieben der 1,37 Millionen Vorschulkinder (vier und fünf Jahre) berücksichtigt.

  • Taschengeld steigt erneut: Kinder bekommen monatlich im Durchschnitt 27,56 Euro, das sind 38 Cent mehr als im Vorjahr. Der Anstieg ist dabei wesentlich geringer als zwischen 2011 und 2012, als es durchschnittlich 2,39 Euro mehr gab. Jungen bekommen im Schnitt 27,42 Euro, Mädchen 27,71 Euro. Die Sechs- bis Neunjährigen erhalten 19,47 Euro, die Zehn- bis 13-Jährigen 34,47 Euro. Dazu kommen Geldgeschenke zu Geburtstagen, Weihnachten, Osterfeiern in Höhe von durchschnittlich 170 Euro. Gut jedes zweite Vorschulkind (55 Prozent) bekommt ebenfalls bereits Taschengeld. Mit durchschnittlich 10,68 Euro ist es allerdings deutlich niedriger als im Vorjahr (14,26 Euro). Eltern geben für ihre Kinder im Schnitt im Jahr 340 Euro für Kleidung aus (sechs Euro weniger als 2012), 331 Euro für Taschengeld und 152 Euro für Handykosten aus. Ihr Taschengeld geben Kinder bevorzugt für Süßigkeiten aus (66 Prozent), es folgen Zeitschriften, Comics und Mangas (49 Prozent), Eis (39 Prozent) und Getränke (38 Prozent).
  •  Kinder als Entscheider: In vielen Haushalten dürfen Kinder mitbestimmen. 82 Prozent der jüngeren Kinder (sechs bis neun Jahre) reden zum Beispiel mit, wenn es um gemeinsame Unternehmungen geht. Bei den älteren Kindern (zehn bis 13 Jahre) sind es 90 Prozent. Auf ähnlichem Niveau liegt die Selbstbestimmung bei der Entscheidung, wofür das Taschengeld ausgegeben wird und welche Bücher sowie Zeitschriften gelesen werden – bei den jüngeren Kindern sind es etwas über zwei Drittel. Ohne Aufsicht ins Internet darf jedes vierte jüngere Kind, bei den älteren sind es 70 Prozent. Bei der Kleidung bestimmen 77 Prozent der Älteren und 56 Prozent der Jüngeren mit. Vor allem bei Sportschuhen (63 Prozent) legen Kinder dabei Wert auf Marken.
  • Im Netz wird vor allem gemailt: Mehr als ein Viertel der Kinder (26 Prozent) besitzt einen eigenen Computer, 52 Prozent benutzen den ihrer Eltern mit. Das entspricht jeweils einem kleinen Rückgang. Ralf Bauer, Leiter der Markt-/Mediaforschung, führt das auf steigende Skepsis der Eltern zurück, da auch die Internetnutzung leicht zurückgeht. 51 Prozent der Sechs- bis Neunjährigen nutzen das Netz (2012: 53 Prozent). Nur sechs von 100 Kindern zwischen zehn und 13 Jahren surfen nicht. Steigend ist die Häufigkeit, 49 Prozent der älteren Kinder sind täglich online, jedes zehnte zwischen sechs und zehn Jahren ebenfalls (plus vier Prozent). Genutzt werden vor allem E-Mail-Funktionen, Musikdienste und Chats, auf Platz vier folgt die Schulrecherche.
  • Tablet-Computer immer beliebter: Jeder zweite Zehn- bis 13-Jährige hat bereits ein Handy, jeder vierte zwischen sechs und neun Jahren ebenfalls. Bei den Vorschulkindern ist es nur ein Prozent. Immer mehr Kinder dürfen auch Tablet-Computer und Smartphone der Eltern nuten. 20 Prozent besitzen ein Tablet, elf Prozent der Kinder dürfen damit hantieren (sechs Prozent mehr als 2012). Ein Smartphone haben 55 Prozent der Mütter und Väter, jedes fünfte Kind benutzt dieses auch. Generell wird am häufigsten mit den Geräten gespielt. Nur jedes zehnte Kind liest elektronische Bücher.
  • Klassisches Spielzeug bleibt: Elektronisches Spielzeug verdrängt das traditionelle nicht aus dem Kinderzimmer – es steht sogar immer häufiger auf den Wunschzetteln. 40 Prozent wünschen sich vor allem Brettspiele, wenn es um Geschenke geht – 13 Prozent mehr als im Vorjahr. Es folgen Kartenspiele (33 Prozent, fünf Prozent mehr als 2012) und Spiel-Sets wie Lego und Playmobil (30 Prozent, sieben Prozent mehr als 2012). Tragbare Spielekonsolen sind aber ebenfalls sehr populär. 61 Prozent besitzen Handhelds. Dabei liegt Nintendo mit einem Marktanteil für seinen DS (85 Prozent) deutlich vor Sony mit seiner portablen Playstation (39 Prozent). Eine Konsole am Fernseher haben zwei Drittel aller Haushalte, jeder fünfte sogar gleich mehrere.
  • Fruchtsaft begehrter als Milch: Der am häufigsten konsumierte Durstlöscher bei Kindern bleibt Wasser, 76 Prozent trinken mindestens mehrmals wöchentlich oder sogar täglich Wasser. Fruchtsaft folgt mit 65 Prozent auf Platz zwei, Milch auf drei. Ralf Bauer, Leiter der Markt-/Mediaforschung: „Sie trinken durchaus sehr gesund.“ Auffällig: Milch und Kakao werden unpopulärer. In den vergangenen zwei Jahren lag Milch bei den Vorschulkindern sogar auf Platz eins, rutschte nun aber hinter Wasser und Fruchtsaft

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