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Panorama Taxifahrerin am Bodensee überfallen und getötet
Nachrichten Panorama Taxifahrerin am Bodensee überfallen und getötet
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18:00 09.06.2010
Die Polizei sucht mit Hochdruck nach dem Täter. Quelle: dpa
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Der auf 25 bis 30 Jahre geschätzte und als auffallend schlank beschriebene Mann soll beide Bluttaten auf dem Gewissen haben. „Mit hoher Wahrscheinlichkeit“ handele es sich um denselben Täter, teilte die Polizei mit. „Es gibt Übereinstimmungen.“

In Hagnau hatte der Unbekannte den Ermittlungen zufolge am Mittwochmittag auf einem Parkplatz am belebten Strandbad eine 32- jährige Fahrerin erstochen. Am Tag zuvor soll er in Singen bei Konstanz eine 44-jährige Fahrerin in ihrem Taxi entführt, mit einem Messer schwer verletzt und vergewaltigt haben. Die Fahndung verlief zunächst erfolglos.

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Die Leiche der 32-Jährigen lag in Hagnau im Taxi, das in Ufernähe abgestellt war. Zeugen hatten die Frau nach den tödlichen Messerstichen in den Hals zusammengesackt und blutüberströmt in ihrem Wagen entdeckt. Mit einem Messer hatte der Gesuchte auch die Taxifahrerin in Singen attackiert und schwer am Hals verletzt, bevor er sie vergewaltigte. Der Gesuchte, ihr letzter Fahrgast, war am Dienstagmittag am Bahnhof eingestiegen und hatte sie in Richtung des Vulkanberges Hohentwiel vor den Toren der Stadt dirigiert.

Eine Polizeistreife fand die Frau am frühen Mittwochmorgen hilflos an einem Feldweg. Sie hatte über Nacht viel Blut verloren, schwebte aber nicht in Lebensgefahr. „Glücklicherweise haben wir die Frau relativ schnell gefunden“, sagte ein Polizeisprecher. Das Taxiunternehmen hatte Alarm geschlagen, nachdem vier Stunden lang der Kontakt zu der Mitarbeiterin unterbrochen war.

Trauer und Entsetzen herrschten bei dem Taxiunternehmen der Ermordeten in Friedrichshafen. Der Betrieb der 16 Taxen des Unternehmens wurde eingestellt, die Autos mit Trauerflor geschmückt, sagte der Chef der Firma. „Wir suchen dann den Weg zurück in die Normalität.“ Die Getötete sei eine alleinerziehende Mutter von zwei kleinen Kindern und zwei Jahre im Betrieb gewesen.

Die beiden Tatorte Singen und Hagnau liegen rund 55 Kilometer voneinander entfernt. Die Polizei warnte Autofahrer davor, Anhalter mitzunehmen. Die Großfahndung mit mehreren Dutzend Beamten konzentrierte sich zeitweise auf das Stadtgebiet von Friedrichshafen. Zeugen wollten den Gesuchten dort gesehen haben.

Die Polizisten kontrollierten Autofahrer, Fußgänger und Radfahrer, auf die die Beschreibung des Unbekannten passen konnte. Unterstützt wurden sie bei ihrer Suche von zwei Hubschraubern.

dpa