Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Panorama Tierschützer wollen Esel abschaffen: Jesus soll E-Scooter fahren
Nachrichten Panorama

Tierschützer: Jesus soll bei Passion E-Scooter fahren und nicht Esel reiten

Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
22:24 05.09.2019
Der Darsteller Andreas Richter als Jesus (M.) reitet in der Fotoprobe zu den Oberammergauer Passionsspielen in der Szene "Einzug aus Jerusalem" auf einem Esel. (Archivfoto) Quelle: Tobias Hase/dpa
Oberammergau

Bei den traditionellen Oberammergauer Passionsspielen im kommenden Jahr soll Jesus nach Ansicht von Tierschützern nicht auf einem Esel, sondern auf einem E-Scooter nach Jerusalem einziehen. Der Ritt eines erwachsenen Christus-Darstellers auf einem Esel sei tierschutzwidrig, erklärte die Organisation Peta am Donnerstag.

"Heutzutage würde Jesus nicht mehr auf einem Esel reisen. Er würde sich vermutlich auf einem E-Roller oder mit einem anderen tier- und umweltfreundlichen Elektromobil fortbewegen", hieß es in einer Mitteilung vom Donnerstag. Deswegen forderte die Tierschutzorganisation unter anderem den Bürgermeister der Gemeinde auf, bei den Passionsspielen im kommenden Jahr auf Tiere zu verzichten.

Veranstalter hält nicht viel von der Idee

Die Veranstalter teilten auf Anfrage mit, sich an die gesetzlichen Vorschriften zum Tierschutz zu halten. Die Alternative mit E-Scootern sei nicht denkbar, sagte ein Sprecher, der sich gerade mit den Hauptdarstellern in Israel befindet. Die Passionsspiele stünden in einem historischen Kontext, in dem es noch keine Elektrofahrzeuge gegeben habe.

Rund 2400 Oberammergauer werden das Laienspiel vom Leiden, Sterben und der Auferstehen Jesu vom 16. Mai bis 4. Oktober 2020 aufführen. Es geht auf ein Pestgelübde zurück. 1633 hatten die Oberammergauer versprochen, alle zehn Jahre die Geschichte der letzten Tage im Leben Christi aufzuführen, wenn niemand mehr an der Pest sterbe - was nach der Überlieferung eintraf.

Lesen Sie auch: Betrunkener Vater schlägt Braut bei Hochzeitsfeier ins Gesicht

RND/dpa

Der Prozess um den vielfachen Kindesmissbrauch in Lügde ist mit hohen Haftstrafen zu Ende gegangen, zugleich mahnen viele Konsequenzen an. Die Pressestimmen zum Urteil.

05.09.2019

Der schönste Tag im Leben seiner Tochter endete für den Brautvater in der Polizeizelle. Zuvor hatte er der Braut ins Gesicht geschlagen - und nicht nur der.

05.09.2019

Weil in einem Krankenhaus kein Platz mehr war, ist eine Patientin in der Nähe von Passau kurzerhand in der Garage der Einrichtung behandelt worden. Die Klinikleitung spricht von einem „Einzelfall“.

05.09.2019