Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Panorama Tiger fallen Dompteur im Hamburger Zoo an
Nachrichten Panorama Tiger fallen Dompteur im Hamburger Zoo an
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
10:09 09.12.2009
Notärzte versorgten den lebensgefährlich verletzten Dompteur noch in der Manege.
Notärzte versorgten den lebensgefährlich verletzten Dompteur noch in der Manege. Quelle: ddp
Anzeige

Vor den entsetzten Zuschauern einer Zirkusshow haben drei Tiger in Hamburg ihren Dompteur angefallen und lebensgefährlich verletzt. Der 28-Jährige sei kurz vor Beginn einer Vorführung am Dienstagabend aus bisher noch ungeklärten Gründen in der Manege gestürzt, teilte ein Polizeisprecher am Mittwoch mit. Drei der fünf Tiere hätten sich daraufhin auf ihn gestürzt. Der Vorfall ereignete sich auf dem Gelände des Tierparks Hagenbeck vor etwa 150 Gästen einer vorweihnachtlichen Dinnershow, bei denen die Tiere als Kulisse dienen sollten. Kunststücke sollten sie dabei laut Polizei nicht vorführen.

Nach Angaben des Veranstalters handelte es sich nicht um einen böswilligen Angriff. Die Jungtiere seien lediglich einer natürlichen „spontanen Reaktion“ gefolgt und hätten mit ihrem Dompteur spielen wollen, teilte dieser im Internet in einer Stellungnahme mit. Auch die Polizei bewertete den Zwischenfall ihrem Sprecher zufolge vorerst als einen „Arbeitsunfall“. Weitere Ermittlungen würden nun gemeinsam vom Amt für Arbeitsschutz und dem Landeskriminalamt geführt.

Wie Polizei und Veranstalter weiter mitteilten, konnten die Tiger nach der Attacke innerhalb kürzester Zeit von dem 28-Jährigen getrennt werden. „Es hat nur wenige Sekunden gedauert“, sagte der Sprecher der Ordnungshüter. Das Team der Veranstaltung, die seit 2004 in einer ausgedienten Dressurhalle auf dem Zoogelände stattfindet, hatte sofort ihr einstudiertes Notfallszenario in Gang gesetzt und die fünf Tiger aus dem Käfig in ein Außengehege gebracht.

Laut Veranstalter begann ein Arzt aus dem Publikum umgehend mit der Versorgung des Verletzten im Käfig. Die Halle sei aus Sicherheitsgründen geräumt worden. Rettungskräfte und Polizisten hätten sich im Foyer anschließend um die geschockten und besorgten Gäste kümmern müssen.

ddp/afp