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Panorama Todesfabrik belieferte Textildiscounter Kik
Nachrichten Panorama Todesfabrik belieferte Textildiscounter Kik
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14:54 18.09.2012
Bei dem Feuer in der pakistanischen Fabrik gab es auch deshalb so viele Opfer, weil der Arbeitsschutz nicht eingehalten worden war. Quelle: dpa
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Islamabad

Die Textilfabrik in Pakistan, in der vor einer Woche mehr als 250 Menschen verbrannten, hat auch nach Deutschland exportiert. Die Tengelmann-Tochter Kik bestätigte am Dienstag Informationen, wonach die Fabrik in Karachi unter anderem für Kik produziert habe. Der Textildiscounter aus Bönen in Westfalen erklärte, er habe dort Jeanswaren produzieren lassen.

Kik baut nach eigenen Angaben zusammen mit anderen Unternehmen, die Kleidung aus der Fabrik bezogen hätten, nun einen Hilfsfonds auf. Die anderen Firmen seien internationale Unternehmen. Ob weitere deutsche Firmen dabei seien, sei noch nicht geklärt.

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Wieso es in der Fabrik Brandschutzmängel gegeben habe, konnte Kik nicht erklären. „Grundsätzlich verpflichtet Kik alle Lieferanten auf die Erfüllung und Einhaltung elementarer Arbeitsrechte und Sicherheitsstandards“, hieß es. Externe, unabhängige und zugelassene Zertifizierungsunternehmen hätten die Fabrik in Karachi geprüft.

Nachdem es 2007 noch Hinweise auf mangelnden Brandschutz gegeben habe, seien Nachbesserungen umgesetzt worden. Ein Prüfbericht vom 30. Dezember 2011 habe die Einhaltung bestätigt, erklärte das Unternehmen. Die pakistanische Regierung will nach Kik-Angaben dazu einen Untersuchungsbericht vorlegen.

Der Vorsitzende des Unternehmerverbandes PRGMEA, Shehzad Saleem, hatte der Nachrichtenagentur dpa am Dienstag erklärt, die Firma Ali Enterprises habe mit mindestens einem deutschen Partner zusammengearbeitet. Er nannte Kik. Ein Polizeisprecher in Karachi bestätigte Geschäftskontakte der Fabrik nach Deutschland.

In der Fabrik gab es auch deshalb so viele Opfer, weil der Arbeitsschutz nicht eingehalten worden war. Das Feuer war am Dienstag vor einer Woche in der Fabrik ausgebrochen und hatte mehrere Stunden gewütet. Da Notausgänge fehlten und Fenster vergittert waren, kamen mindestens 258 Beschäftigte ums Leben.

dpa

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