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Panorama Trotz WM-Niederlage wird auf dem „Hurricane“ gefeiert
Nachrichten Panorama Trotz WM-Niederlage wird auf dem „Hurricane“ gefeiert
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19:14 18.06.2010
Festival-Besucher verfolgen auf dem Campinggelände des „Hurricane“-Festival beim Public Viewing das Spiel Deutschland gegen Serbien. Quelle: dpa
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Trotz der deutschen WM-Niederlage haben tausende Musikfans am Freitag gut gelaunt auf dem „Hurricane“ in Scheeßel gefeiert. Schon Stunden vor Beginn waren die meisten der 70.000 erwarteten Besucher angereist. Mit Rasseln, Tröten und Sprechchören feuerten sie vor einer großen Leinwand auf dem Campingplatz die deutsche Nationalelf an. Danach rannten viele über das 35.000 Quadratmeter große Festivalgelände, um den Auftritt der ersten Band nicht zu verpassen.

Den musikalischen Auftakt machte am Nachmittag die schottische Band Biffy Clyro, die mit lauten Gitarrenriffs dem Publikum einheizte. Während die ersten Zuschauer bereits tanzten, entspannte sich der Großteil noch im Gras. Die Enttäuschung über die WM-Niederlage war schnell vergessen. „Ich glaube noch an den Sieg im Finale“, sagte Carmen Müller, die vor der Bühne mitwippte. „Und eigentlich tritt die WM dieses Wochenende ein bisschen in den Hintergrund.“

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Ein erster Höhepunkt war am frühen Abend das Konzert des Berliner Pop-Punk-Quintetts Jennifer Rostock, bei dem die Menge ausgelassen pogte. Später sollten die Beatsteaks aus Berlin und die fünf Schweden von Mando Diao folgen. Bis Sonntagabend werden knapp 80 Bands aus der Rock-, Pop- und Electroszene auf Norddeutschlands größtem Musikfestival auftreten, darunter Massive Attack, The Prodigy, The Strokes und Billy Talent. „Es sind so viele großartige Bands dabei. Da denke ich nicht mehr an die WM“, sagte Sebastian Peters.

Für etwa 120 Besucher gab es zum Beginn des Festivals eine böse Überraschung. Sie hatten gefälschte Tickets über das Internet gekauft, mit denen sie nicht reinkamen. Auf dem Festivalgelände auf der Motorradrennbahn Eichenring sind während der drei Tage fast 400 Polizisten auf Mountainbikes, Pferden, im Hubschrauber und zu Fuß im Einsatz. Für sie gibt es trotz Feierstimmung viel zu tun. „Bisher ist alles friedlich verlaufen“, sagte Polizeisprecher Detlev Kaldinski. „Wir hatten aber schon die ersten Taschendiebstähle.“

dpa