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Panorama Tunnel-Einbruch: Polizei veröffentlicht Phantombild
Nachrichten Panorama Tunnel-Einbruch: Polizei veröffentlicht Phantombild
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17:57 17.01.2013
Foto: Der Tunneleingang in einer Tiefgarage wurde am Donnerstag erstmals der Öffentlichkeit gezeigt. Die Einbrecher müssen hochprofessionell vorgegangen sein.
Der Tunneleingang in einer Tiefgarage wurde am Donnerstag erstmals der Öffentlichkeit gezeigt. Die Einbrecher müssen hochprofessionell vorgegangen sein. Quelle: dpa
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Berlin

Die Berliner Polizei hat das Phantombild eines Mannes veröffentlicht, der wahrscheinlich am spektakulären Tunnel-Einbruch in einer Bank im Stadtteil Steglitz beteiligt war. Das Bild entstand nach Zeugenaussagen. Danach ist der Mann etwa 30 bis 40 Jahre alt und rund 1,90 Meter groß. Auf einer Wange hat er ein auffälliges Muttermal. Er wird auch als stämmig und mit Bauchansatz beschrieben und trug verschmutzte Arbeitshosen sowie ockerfarbene Arbeitsstiefel.

Die Täter gruben einen 45 Meter langen Tunnel in die Bank. Sie brachen im Tresorraum Schließfächer auf und entkamen mit ihrer Beute. Am Montag war der Coup entdeckt worden. Die Polizei bittet um Mithilfe, wenn jemand den Mann auf dem Phantombild kennt. „Wir sind zuversichtlich, die Täter mit diesen Angaben zu finden“, sagte der Polizeisprecher Thomas Neuendorf am Donnerstag.

Wie viele Täter an dem spektakulären Coup beteiligt gewesen seien, sei noch unklar. Gesucht würden außerdem zwei Autos - ein Transporter und ein dunkler Kombi. Bislang seien 60 Hinweise eingegangen, so die Polizei. Wenn die Untersuchungen an dem Tunnel beendet sind, soll er von oben aufgegraben und dann wieder komplett zugeschüttet werden. Weil die Spurensicherung weitgehend fertig ist, begannen die ersten Arbeiten dazu bereits am Donnerstag.

Der Tunneleingang in einer Tiefgarage wurde am Donnerstag erstmals der Öffentlichkeit gezeigt. Die Einbrecher müssen hochprofessionell vorgegangen sein. Mit dicken Holzbohlen, die mit Winkeln verbunden sind, ist der Tunnel ausgebaut - und erinnert an einen Gang in einem Bergwerk aus der fernen Vergangenheit.

Für den Durchbruch der knapp 30 Zentimeter dicken Wand der Garage benutzten die Täter wohl einen großen Betonbohrer, wie die halbrunden Ränder des Einstiegs zeigen. Wie sie eine nötige Wasserkühlung des Bohrers und die Dämmung des Lärms organisierten, ist bislang ein Rätsel.

Unklar ist auch, warum die Täter das Aufbrechen der Schließfächer vorzeitig abbrachen. Von den 1600 Fächern blieben 1300 unversehrt. Entweder wurden sie von einem Alarm gestört oder hatten schon genug erbeutet.

dpa/sag