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Panorama USA leiden unter schwerer Dürre
Nachrichten Panorama USA leiden unter schwerer Dürre
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19:49 19.07.2012
Besonders die Maisernte in den USA ist gefährdet. Die Felder vertrocknen, weil es teilweise seit acht Wochen nicht geregnet hat. Quelle: dpa
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Washington

Die USA werden von der schwersten Dürre seit 25 Jahren heimgesucht. Fast zwei Drittel des Landes sind nach offiziellen Angaben betroffen. In vielen Gebieten hat es seit acht Wochen nicht mehr richtig geregnet. In weiten Teilen des Landes wurde bereits der Notstand ausgerufen. Die Regierung fürchtet Ausfälle bei den Ernten - und höhere Preise für Lebensmittel. Landwirtschaftsminister Tom Vilsack sprach von „einer sehr schweren Dürre“.

Am schlimmsten sei die Lage im „Corn Belt“ im Mittleren Westen, wo der meiste Mais in den USA angebaut wird. Dort schauen die Farmer auf verbrannte Pflanzen. Selbst wenn es jetzt regnen würde, wäre dies keine Hilfe, klagte ein Farmer in Illinois. Verstärkt wird die Dürre von einer wochenlangen Hitzewelle. In weiten Gebieten der USA steigen die Temperaturen weiter über die 35-Grad-Marke - und ein Ende ist nicht in Sicht.

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„Wenn ich ein Regentanz oder ein Regengebet kennen würde - ich würde das anwenden“, sagte Vilsack in Washington, nachdem er am Mittwoch (Ortszeit) Präsident Barack Obama über den Ernst der Lage informiert hatte. Seit 1956 sei nicht mehr eine derart große Fläche von anhaltender Trockenheit betroffen gewesen, heißt es. Darunter sei der „Corn Belt“ mit den Bundesstaaten Illinois, Indiana, Iowa, Nebraska und Minnesota. Auch Staaten wie Arkansas, Mississippi, Utah und Wyoming leiden.

Bereits jetzt stehe fest, dass 38 Prozent der Maisernte schlecht bis sehr schlecht ausfällt, sagte Vilsack. Bei Sojabohnen seien es 30 Prozent. „Auch unsere Viehzüchter haben wegen der Dürre schwere Probleme“, ergänzte der Landwirtschaftsminister. „Sie wissen nicht mehr, wo sie mit ihren Rindern hingehen sollen.“

Ironie der Geschichte: Die Probleme der Vieh- und Geflügelzüchter könnten Verbrauchern zunächst günstigere Preise beschweren. Denn die unter Druck geratenen Züchter verkauften ihre Tiere früher als geplant. Auf längere Sicht müsse man aber mit höheren Preise rechnen.

dpa

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