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Panorama Überlebender von Tripolis wieder in Holland
Nachrichten Panorama Überlebender von Tripolis wieder in Holland
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16:31 15.05.2010
Ruben habe den Flug gut überstanden, teilte ein Behördensprecher mit. Quelle: dpa
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Der verletzte niederländische Junge, der als einziger den Flugzeugabsturz in Tripolis mit 103 Toten überlebte, ist am Sonnabend in seine Heimat zurückgekehrt. Der neunjährige Ruben, der bei dem Unglück am Mittwoch seine Eltern und seinen Bruder verloren hat, landete in einer Spezialmaschine der libyschen Regierung auf dem Militärflugplatz von Eindhoven. Er habe den Flug gut überstanden, teilte ein Behördensprecher mit.

An Bord der mit modernen medizinischen Geräten ausgestatteten Cessna 560 XL Citation waren neben zwei Ärzten auch eine Tante und ein Onkel des Jungen aus Tilburg. Sie hatten den Jungen nach eigenen Angaben im Krankenhaus in Tripolis behutsam über den Tod seiner Familie informiert. „Er weiß, dass seine Eltern und sein Bruder umgekommen sind“, teilten Angehörige in einer Erklärung mit. „Es geht ihm den Umständen entsprechend gut.“

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Ruben hatte bei dem Absturz unter anderem Beinbrüche und eine Gehirnerschütterung erlitten. Er konnte sich zunächst nicht an das Geschehen erinnern. Für seine Landung hatten die niederländischen Behörden den abgesperrten Militärflugplatz ausgewählt, um Schaulustige fernzuhalten. Das Interesse am Schicksal des Jungen, der in niederländischen Medien das „Wunder von Tripolis“ genannt wurde, ist weiterhin sehr groß.

Das Kind wurde von dem Militärflugplatz in einem Notarztwagen mit abgedunkelten Fenstern in ein Spezialkrankenhaus gebracht. „Wir haben noch eine schwere Zeit vor uns. Und wir hoffen, dass die Medien unsere Privatsphäre respektieren“, heißt es in der Erklärung der Angehörigen. „Die gesamte Familie wird sich um Rubens Zukunft kümmern.“

Zugleich dankten Rubens Angehörige in der vom niederländischen Außenministerium verbreiteten Erklärung den Ärzten und Krankenschwestern des El-Khadra-Krankenhauses in Tripolis für die ärztliche Behandlung und die Betreuung des Jungen. „Das medizinische Team war fantastisch und sehr professionell.“ Auch die vielen Botschaften des Mitgefühls aus den Niederlanden und Libyen hätten Ruben und seinen Angehörigen sehr geholfen.

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