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Panorama Unfallserie auf der A7 kostet ein Menschenleben
Nachrichten Panorama Unfallserie auf der A7 kostet ein Menschenleben
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07:48 02.11.2011
Von Sebastian Harfst
Schwarmstedt/Soltau-Fallingbostel

Mehrere weitere Personen erlitten zum Teil schwere Verletzungen. Die Autobahn musste in beiden Richtungen stundenlang gesperrt werden. Die Fahrzeuge stauten sich jeweils auf 25 Kilometern. Auch auf den Umleitungsstrecken kam es zu Behinderungen. Die Polizei rechnete am Abend damit, dass die Bergungsarbeiten bis in den frühen Mittwochmorgen dauern würden.

Bei einem nach Polizeiangaben mit etwa 28 Tonnen Altöl beladenen Sattelzug war kurz nach der Ausfahrt Schwarmstedt in Fahrtrichtung Hannover um 10.52 Uhr der linke Vorderreifen geplatzt. Daraufhin verlor der Fahrer die Kontrolle über seinen Lastwagen, der begann zu schleudern, durchschlug die Mittelleitplanke und geriet auf die Gegenfahrbahn, wo vier Fahrzeuge in den Unfall verwickelt wurden.

Der 37-jährige Fahrer eines Audi und sein neunjähriger Sohn aus dem bayerischen Bayerbach wurden schwer verletzt, die Ehefrau und der Zwillingsbruder des Jungen kamen mit dem Schrecken davon. „Trotz der Verletzungen hat die Familie noch Glück gehabt“, sagte Sprecher Peter Hoppe von der Polizeiinspektion Heidekreis. „Es hätte schlimmer kommen können.“ Der Tankwagen hatte das Auto nur seitlich getroffen, nicht frontal.

Leichte Verletzungen zog sich im Zuge dieses ersten Unfalls nach Angaben der Polizei zudem ein 23-jähriger Langenhagener zu, der mit einem Transporter auf der Autobahn in Richtung Hamburg unterwegs war. An einem weiteren Kleinlastwagen und an einem Volvo entstanden nur Blechschäden, die Insassen blieben unverletzt. Der Lastwagen, der den Unfall verursacht hatte, stürzte schließlich um. Der Fahrer, zu dem die Polizei gestern keine Angaben machen konnte, verletzte sich schwer.

In dem sofort entstandenen Rückstau in Fahrtrichtung Hamburg ereignete sich dann etwa 500 Meter von der ersten Unfallstelle entfernt der tödliche Zusammenstoß. Ein 25-jähriger Ungar sei ungebremst auf einen Sattelauflieger aufgefahren und sofort tot gewesen, sagte Polizeisprecher Hoppe. Die Feuerwehr musste den eingeklemmten Leichnam mithilfe schweren Geräts aus dem Wrack befreien. Weitere 400 Meter zurück versuchte anschließend ein Lastwagenfahrer aus Brandenburg die langsamer werdenden Fahrzeuge vor ihm zu überholen.

Beim Ausscheren bemerkte er den Stau und lenkte zurück auf den rechten Fahrstreifen. Er brachte seinen Lastwagen nicht mehr rechtzeitig zum Stehen und schob drei Sattelzüge ineinander. Der 28-jährige Brandenburger zog sich dabei eine Platzwunde am Kopf zu. Nur Blechschaden entstand, als etwa anderthalb Stunden später zwei Lastwagen in Höhe der Ausfahrt Mellendorf am Stauende aufeinanderfuhren. Insgesamt beziffert die Polizei den Sachschaden auf eine Höhe von bis zu 250.000 Euro.

Die Autobahn blieb bis in die Abendstunden in beiden Richtungen gesperrt. Die Polizei leitete den Verkehr aus Hamburg über die Abfahrt Schwarmstedt um, aus südlicher Richtung war in Mellendorf Schluss. Autos, die bereits zwischen Ausfahrt und Unfallstelle standen, leitete die Polizei entgegen der Fahrtrichtung von der Autobahn. Auch auf der Landesstraße 190 in Richtung Celle bildeten sich so lange Staus.

Am ersten Unfallschwerpunkt kämpfte die Feuerwehr insbesondere gegen ausgelaufenes Altöl und Diesel aus dem Lastwagen, der die Unfallserie in Gang gesetzt hatte. Ein Einfüllstutzen hatte sich gelockert, etwa 1000 Liter Öl liefen aus. Dazu war der Tank abgerissen, etwa 350 Liter Diesel flossen auf die Fahrbahnen. Mit Erde der Böschung und Bindemitteln sei das Altöl abgestreut worden, sagte Carsten Bohlmann von der Freiwilligen Feuerwehr Wedemark. Zeitweise habe das schmierige Gemisch bis zu sechs Zentimeter hoch auf der Fahrbahn gestanden. Wegen der herbstlichen Temperaturen habe aber nie die Gefahr einer Entzündung bestanden.

In dem folgenden Stau ereignete sich ein Auffahrunfall mit zwei Lkw, einer der Fahrer wurde tödlich verletzt. In der Folge ereignete sich ein weiterer Unfall mit vier Lkw. Ein Fahrer wurde verletzt.

Dieser Artikel wurde aktualisiert.

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