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Panorama Ermittlungen um Flugzeugabsturz gehen weiter
Nachrichten Panorama Ermittlungen um Flugzeugabsturz gehen weiter
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12:25 24.06.2014
LKA-Ermittler untersuchen die Absturzstelle. Quelle: Uwe Zucchi/dpa
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Olsberg

Nach dem Absturz eines Flugzeugs bei einem Bundeswehr-Manöver im Sauerland ermittelt die Staatsanwaltschaft wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung gegen die Piloten zweier Kampfjets. Das bestätigte eine Sprecherin der Polizei in Meschede. Sollte jedoch ein technisches Problem den Unfall ausgelöst haben, könnten sich die Ermittlungen wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung beispielsweise auch gegen das Bodenpersonal richten, ließ die Staatsanwaltschaft verlauten.

Die Suche nach dem zweiten Insassen der Maschine ist Dienstagvormittag fortgesetzt worden. Federführend ist dabei die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU). Sie wird am Dienstag mit drei Experten an der Absturzstelle ermitteln. Im Vordergrund stehe dabei die Suche nach dem Flugdatenschreiber und dem Gesprächs-Rekorder, teilte ein Sprecher mit.

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Am Montag ist über Olsberg im Sauerland ein mit zwei Personen besetztes Zivilflugzeug nach einem Zusammenstoß mit einem Kampfjet der Luftwaffe abgestürzt.

Wie die Polizei weiter mitteilte, kollidierte die Maschine, die im Auftrag der Bundeswehr ein Flugziel simulierte, in etwa 2500 Metern Höhe mit einem Eurofighter der Luftwaffe. Bei dem Zusammenstoß wurde ein Triebwerk des Learjets abgerissen. Dieses prallte anschließend auf eine Straße. Das Flugzeug selbst stürzte in etwa 90 Metern Entfernung zu einem Wohnhaus bei Olsberg-Elpe in Nordrhein-Westfalen in ein Waldstück.

Nahe der schwer zugänglichen Absturzstelle seien Leichenteile gefunden worden. Es handele sich vermutlich um einen der beiden Insassen. Nach Polizeiangaben sind die Insassen der Unglücksmaschine 50 sowie 43 Jahre alt und stammten aus Schleswig-Holstein.

Bei dem an der Kollision beteiligten Eurofighter wurde ein gefüllter Tank abgerissen. Die Bundeswehr-Maschine konnte aber sicher zu ihrer Basis auf dem Fliegerhorst Nörvenich bei Köln zurückkehren. Ein weiterer an der Übung am Montag beteiligter Eurofighter konnte nach dem Unglück ebenfalls sicher landen. Zunächst war die Polizei davon ausgegangen, dass der Zusammenstoß in einer Höhe von drei bis fünf Kilometern Höhe geschah.


dpa

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