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Panorama Verkehrschaos in Niedersachsen geht weiter
Nachrichten Panorama Verkehrschaos in Niedersachsen geht weiter
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11:29 24.12.2010
Schnee und Eis haben in Niedersachsen auch in der Nacht zum Freitag den Verkehrskollaps verlängert. Quelle: dpa
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Das Winterwetter hat den Verkehr auf den wichtigsten Verbindungen in Niedersachsen in der Nacht vor Heiligabend zum Stillstand gezwungen. Vielerorts ging wegen Schnee und Eis nichts mehr. Autobahnen verwandelten sich in spiegelglatte Rutschflächen. Tausende Autofahrer mussten kurz vor Weihnachten in einer Geduldsprobe vorankriechen - wenn es überhaupt vorwärtsging. Und laut Vorhersage sollte das dicke Ende erst noch kommen.

Die Warnung der Verkehrsmanagementzentrale (VMZ) in Hannover las sich dramatisch: „In Niedersachsen ist der Verkehr witterungsbedingt teilweise zum Erliegen gekommen“, hieß es auf der VMZ-Internetseite um kurz nach 22 Uhr. Den Angaben zufolge waren von den chaotischen Verhältnissen auch die für ganz Deutschland wichtigen Achsen der Autobahnen 1, 2 und 7 betroffen - aber auch Bundes- und Landstraßen.

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Die VMZ warnte: „Eine heraufziehende Schlechtwetterfront wird die Situation in den nächsten Stunden weiter verschärfen.“ Die Behörde empfahl, auf Fahrten mit dem Auto zu verzichten. Wer noch unterwegs sei, solle „die Fahrt unterbrechen und Rastplätze anfahren“.

Dutzende Verkehrswarnungen füllten die VMZ-Internetseite. Auf der A2 Magdeburg Richtung Braunschweig beispielsweise staute sich der Verkehr zwischen Helmstedt und Braunschweig auf 25 Kilometern Länge. „Die Lage ist sehr brisant. Wir haben viele Unfälle, teilweise geht es nach wie vor nur im Schritttempo voran“, sagte ein Sprecher der Autobahnpolizei Braunschweig gegen 23.30 Uhr. „Und noch ist keine Besserung in Sicht.“ Die Streudienste kämen nicht dagegen an.

Ein Autofahrer, der von Hannover nach Wolfsburg unterwegs war, meldete gegen 21.00 Uhr: „Geschlossene Eisdecke auf der A2.“ Er komme seit zwei Stunden nur mit 10 Stundenkilometern voran. Auf der Gegenrichtung von Braunschweig nach Hannover berichtete eine Autofahrerin gegen 21.30 Uhr, sie habe für die Strecke dreimal so lange gebraucht wie sonst üblich.

Neben den Autobahnen waren überall zwischen Harz und Küste auch Bundes- und Landstraßen betroffen. So meldete die VMZ etwa für die ostfriesische L8, die nördlich von Aurich zum Deich nach Bensersiel führt: „In beiden Richtungen Schneeverwehungen, beide Fahrtrichtungen gesperrt“. Die Insel Langeoog und ihre Fährverbindung sei damit in der Nacht vor Heiligabend für Autos nicht mehr zu erreichen gewesen.

dpa

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