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Panorama Vermisster 18-Jähriger tot aus Kieler Förde geborgen
Nachrichten Panorama Vermisster 18-Jähriger tot aus Kieler Förde geborgen
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13:25 10.06.2010
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Schreckliche Gewissheit nach langem Bangen: Der seit dem 21. Mai vermisste Schüler Tim Irmer aus Dänischenhagen bei Kiel ist tot. Die Leiche des 18-Jährigen wurde am Donnerstag aus der Förde geborgen, teilte die Polizei mit. Passanten hatten am Vormittag einen menschlichen Körper im Wasser treiben sehen. Um 9.45 Uhr holten Mitarbeiter der Wasserschutzpolizei die Leiche des Gymnasiasten in der Nähe des Schwedenkais an Land. Anhand der persönlichen Dokumente, die der Tote bei sich trug, stellten Kripo-Beamte die Identität des 18-Jährigen fest. Zur Todesursache und zum Todeszeitpunkt konnte die Polizei noch keine Angaben machen. Genauere Ergebnisse wurden nach der rechtsmedizinischen Untersuchung erwartet.

Ob Tim Irmer getötet wurde, konnte Polizeisprecher Jürgen Börner am Mittag noch nicht sagen. Hinweise auf eine Straftat hätten bis zu diesem Zeitpunkt noch nicht vorgelegen. Nach dem 18-Jährigen hatte die Polizei tagelang intensiv gesucht, zuletzt am Mittwoch mit Tauchern in der Förde. Bis Donnerstag war nur ein Schuh von ihm aufgetaucht.

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Unterdessen wurde bekannt, dass die Polizei nach einem zweiten verschwundenen Gymnasiasten aus der gleichen Schule sucht. Der 19- Jährige wurde seit Mittwoch vermisst, wie die Polizei am Donnerstag mitteilte. Er hatte am Morgen das Haus seiner Eltern verlassen, um seine mündliche Abiturprüfung zu machen. Seitdem verliert sich die Spur. Von einem Zusammenhang zwischen beiden Fällen gehe die Polizei derzeit nicht aus, sagte ein Sprecher.

Tim Irmer soll in der Nacht zu Sonnabend vor Pfingsten bei Heikendorf (Kreis Plön) aus einem Bus gestiegen sein, dann verlor sich seine Spur. Tagelang suchte die Polizei intensiv mit Hilfe von Hunden, Tauchern und Hubschraubern nach ihm. Die Eltern des 18- Jährigen hatten am Freitag vergangener Woche öffentlich der Polizei und allen Helfern gedankt. Sie bekundeten dabei noch die Hoffnung, ihren Sohn lebend wiederzubekommen.

dpa