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Panorama Vier Schiffe in einer Woche von Piraten gekapert
Nachrichten Panorama Vier Schiffe in einer Woche von Piraten gekapert
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09:37 03.01.2010
Erst am vergangenen Montag hatten Piraten den britischen Chemietanker „St. James Park“ in ihre Gewalt gebracht. Quelle: ap (Archiv)
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Vor der Küste Somalias haben Piraten vier Schiffe innerhalb einer Woche gekapert. Ein Jahr nach der Bildung einer internationalen Armada von Kriegsschiffen in der Region wird damit deutlich, dass die Piraterie nach wie vor eine ernste Bedrohung darstellt.

Rund 1.000 Kilometer östlich der somalischen Küste wurde am Freitagabend der unter britischer Flagge fahrende Frachter „Asian Glory“ überfallen. Das Schiff und seine 25 Besatzungsmitglieder aus der Ukraine, Bulgarien, Rumänien und Indien waren kurz davor, das von der EU-Mission „Atalanta“ gesicherte Seegebiet zu erreichen.

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Am gleichen Tag wurde der Chemietanker „Pramoni“ üverfallen, der mit 24 Mann an Bord unter der Flagge von Singapur auf dem Weg nach Indien war. Die Besatzungsmitglieder der „Pramoni“ kommen aus Indonesien, China, Nigeria und Vietnam.

Erst am Montag hatten Piraten den britischen ChemietankerSt. James Park“ und den Frachter eines griechischen Reeders in ihre Gewalt gebracht. Die „St. James Park“ ankert inzwischen vor der somalischen Küste. Die Seeräuber halten nun insgesamt 14 Schiffe und fast 300 Besatzungsmitglieder fest. In den vergangenen zwei Jahren wurden mehr als 80 Schiffe gekapert. In vielen Fällen erpressten die Piraten ein Lösegeld von mehreren Millionen Dollar.

apd