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Panorama Vierfachmord von Eislingen aufgeklärt
Nachrichten Panorama Vierfachmord von Eislingen aufgeklärt
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13:59 17.04.2009
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Zudem seien die mutmaßlichen Tatwaffen gefunden worden. Der 18-jährige Sohn der ermordeten Familie schweigt weiter, wurde jedoch durch das Geständnis seines 19-jährigen Freundes schwer belastet.

Nach Angaben des Leitenden Kriminaldirektors der Göppinger Polizei, Helmut Mauderer, fand die Polizei aufgrund des Geständnisses einen im Wald vergrabenen Plastiksack mit zwei Schusswaffen, die mutmaßlich für die Tat benutzt wurden. In dem Sack lagen zudem zwei Schalldämpfer, 31 leere Patronenhülsen sowie ein Kleidungsstück und eine großkalibrige Pistole. Die Gegenstände soll der Sohn der Familie nach Angaben des Geständigen vergraben haben. Der 19-Jährige hatte der Polizei zudem das Versteck von 16 weiteren Waffen genannt, die im vergangenen Jahr im örtlichen Schützenverein gestohlen worden waren.

Den Ermittlungen zufolge hatten die Täter aus zwei Pistolen insgesamt 32 Schüsse auf ihre offenbar arglosen Opfer abgegeben. Die Mutter sei drei Mal getroffen worden und der Vater acht Mal. Die Leichen der beiden Töchter im Obergeschoss des Hauses wiesen neun und zehn Einschüsse auf. Patronenhülsen hatte die Polizei am Tatort nicht gefunden.

Die Leichen des 57-jährigen Heilpraktikers, dessen 55-jähriger Ehefrau und der 24 und 22 Jahre alten Töchter waren am Karfreitag in einem Eislinger Mehrparteienhaus gefunden worden, das der Familie gehört. Der 18-jährige Sohn, ein Sportschütze, hatte selbst die Polizei gerufen und angegeben, er habe seine Angehörigen tot in der gemeinsamen Wohnung entdeckt. Er geriet jedoch schnell selbst in Verdacht und war ebenso wie sein Freund am Osterwochenende festgenommen worden. Das Motive für die Bluttat ist laut Polizei noch unklar. afp