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Panorama Vierjährige überlebt Erdbeben dank toter Schwester
Nachrichten Panorama Vierjährige überlebt Erdbeben dank toter Schwester
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12:49 26.08.2016
Mindestens 250 Menschen starben in der Nacht zu Mittwoch bei einem schweren Erdbeben in Italien. Quelle: Ansa/Corpo Forestale Dello Stato/dpa
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Rom/Pescara del Tronto

Für die Helfer in der italienischen Erdbebenregion liegen Freude und Trauer oft ganz nah beieinander: In dem verwüsteten Ort Pescara del Tronto ist ein vierjähriges Mädchen nach 16 Stunden lebend unter den Trümmern ihres Kinderzimmers gefunden worden - für die ältere Schwester kam aber jede Hilfe zu spät. Die kleine Giorgia und die neunjährige Giulia seien in enger Umarmung unter zwei Metern Geröll entdeckt worden, zitierte die Zeitung "La Repubblica" am Freitag den Retter Massimo Caico.

"Wir haben stundenlang gegraben"

"Wir haben stundenlang gegraben und zunächst nichts gefunden", sagte er. Plötzlich aber sei zunächst eine Puppe unter den Steinen aufgetaucht, und dann ein Fuß. "Er war ganz kalt. Ein ganz schlechtes Zeichen", erinnerte sich Caico. Als der leblose Körper Giulias ausgegraben wurde, habe er aber bemerkt, dass sich die Erde daneben ganz leicht bewegte. Dann sei ein leichtes Stöhnen zu hören gewesen. "Da hat sich der Alptraum in einen Traum verwandelt", so Caico. "Giorgia lebt!", habe er geschrien.

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Retter sprechen von Wunder

Das kleine Mädchen habe den Mund voller Erde gehabt, sei aber offenbar durch den Körper ihrer Schwester geschützt worden. "Und wahrscheinlich ist irgendwie ein winziger Luftstrahl zu ihr durchgedrungen, der ausgereicht hat", sagte der Feuerwehrmann. Sie sei praktisch unverletzt gewesen und habe gleich nach Wasser gefragt. "Wenn es Wunder gibt, dann war das ganz sicher eins."

Die Eltern der Mädchen seien schon Stunden vorher lebend geborgen worden, sie lägen schwer verletzt im Krankenhaus.

Bei dem schweren Erdbeben starben in der Nacht zu Mittwoch mindestens 250 Menschen, weitere 365 wurden verletzt. Das Hauptbeben der Stärke 6,2 hatte sich in der Nacht zum Mittwoch in den Regionen Latium, Umbrien und den Marken ereignet. Doch auch Tage nach der Katastrophe kommt die Region nicht zur Ruhe: Erneut haben mehrere Erdstöße die Katastrophenregion in Mittelitalien erschüttert. Das stärkste der Nachbeben ereignete sich am Freitag um 6.28 Uhr und hatte nach Angaben der italienischen Erdbebenwarte eine Stärke von 4,8.

Heftige Erdstöße haben das Zentrum Italiens erschüttert: Aus den Orten um das Epizentrum wurden beträchtliche Schäden gemeldet. "Das halbe Dorf ist verschwunden", sagte der Bürgermeister des Urlaubsorts Amatrice.

dpa/RND/are

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