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Panorama Virus vermasselt Fluss-Touristen Jahreswechsel
Nachrichten Panorama Virus vermasselt Fluss-Touristen Jahreswechsel
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08:52 02.01.2011
Das niederländische Fahrgastschiff stand an Silvester und Neujahr unter Quarantäne. Dutzende Fahrgäste waren an Brechdurchfall erkrankt. Quelle: dpa
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Ein Norovirus-Alarm hat rund 150 britischen Passagieren einer Fluss-Kreuzfahrt in Koblenz den Jahreswechsel vermasselt. Etwa 50 Gäste hätten an Brechdurchfall gelitten, sagte der Leiter des Koblenzer Ordnungsamtes, Reiner Klug. Die eintägige Quarantäne für das Schiff wurde am Samstag aufgehoben. Der Kreuzer konnte nach Bonn weiterfahren.

Nach Angaben der Bonner Stadtsprecherin Monika Hörig sei geplant, dass die Passagiere nach dem Anlegen an Bord bleiben und am Sonntag mit dem Bus nach Hause fahren. „Dies entspricht dem Reiseplan“, sagte sie. Eine erneute Quarantäne sei nicht vorgesehen.

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An Silvester hatten dutzende Teilnehmer der Kreuzfahrt über Brechdurchfall geklagt. Die zuerst Betroffenen seien bereits auf dem Weg der Besserung. Die Infektion sei nach bisherigen Erkenntnissen von einem Passagier auf das Schiff eingeschleppt worden, sagte Klug. Der Amtsarzt und der leitende Notarzt seien an Neujahr noch einmal an Bord gewesen, bevor das Hotelschiff in Koblenz ablegen durfte. Der Amtsarzt gehe von einer offenbar mild verlaufenden Norovirus- Infektion aus.

Wegen der Quarantäne hatten alle Fahrgäste die Silvesternacht auf dem Schiff verbringen müssen, das am Peter-Altmeier-Ufer in der Nähe vom Deutschen Eck lag, wo die Mosel in den Rhein mündet. Sie hätten aber die Fahrt auf dem Hotelschiff sowieso für die Feier zum Jahreswechsel gebucht, sagte ein Sprecher der Wasserschutzpolizei. Die Party hätten sie sich jedoch sicher anders vorgestellt.

Bereits im November 2008 hatte es einen ähnlichen Fall gegeben. Damals lag ein britisches Urlaubsschiff auf dem Rhein vor Boppard unter Quarantäne, weil sich mindestens 37 Menschen mit dem hochansteckenden Norovirus infiziert hatten. Eine Infektion mit dem Virus verläuft in den meisten Fällen glimpflich.

dpa