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Panorama WHO ruft Gesundheitsnotstand aus
Nachrichten Panorama WHO ruft Gesundheitsnotstand aus
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10:44 08.08.2014
Foto: Angehörige von Ebola-Erkrankten beten für deren Genesung.
Angehörige von Ebola-Erkrankten beten für deren Genesung. Quelle: dpa
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Genf

Die Ebola-Epidemie in Westafrika ist zum Internationalen Gesundheitsnotfall erklärt worden. Die Einschätzung wurde einstimmig von den Viren- und Seuchen-Experten des Notfall-Komitees der zuständigen Weltgesundheitsorganisation (WHO) getroffen. Das teilte die WHO am Freitag in Genf mit. Damit kann die Organisation jetzt weltweit Vorschriften zur Eindämmung des Ebola-Ausbruchs erlassen. Möglich sind unter anderem Quarantäne-Maßnahmen wie die Schließung von Grenzen sowie Einschränkungen im internationalen Reiseverkehr.

WHO-Generaldirektorin Margaret Chan gab bekannt, das sie die Empfehlungen des Notfall-Komitees vollständig angenommen hat und damit als weltweit völkerrechtlich verbindliche Gesundheitsvorschriften in Kraft setzt. „Alle Maßnahmen sind darauf gerichtet, eine weitere internationale Ausbreitung (von Ebola) zu verhindern“, sagte sie bei einer Pressekonferenz in Genf.

Derzeit hält das Notfall-Komitee noch keine weltweiten Verbote im Reiseverkehr für nötig. Reisende müssten aber obligatorisch über die Ebola-Lage sowie Schutzmaßnahmen vor einer Ansteckung informiert werden, heißt es in den WHO-Empfehlungen. Ebola-Patienten sollen demnach nur in Ausnahmefällen reisen dürfen, wenn eine medizinische Behandlung vor Ort nicht hinreichend möglich ist. Die Regierungen der betroffenen Länder werden aufgerufen, wo noch nicht geschehen umgehend den nationalen Notstand auszurufen.

Der Ebola-Epidemie sind in Guinea, Liberia, Sierra Leone und Nigeria nach WHO-Erkenntnissen wahrscheinlich bereits fast 1000 Menschen zum Opfer gefallen. Es ist erst das dritte Mal, dass die WHO-Seuchenexperten für die Ausrufung eines Internationalen Gesundheitsnotfalls stimmten. Zuvor wurde im Mai 2014 wegen der Ausbreitung von Polio in Pakistan und Afghanistan zu dieser Maßnahme gegriffen sowie 2009 wegen der sogenannten Schweinegrippe.

dpa

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