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Panorama Wacken: Schwächen im Katastrophenschutz?
Nachrichten Panorama Wacken: Schwächen im Katastrophenschutz?
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11:38 06.05.2019
Metal-Fans feiern am 05.08.2016 in Wacken auf dem Festivalgelände des Wacken Open Air mit dem Metal-Gruß, der sogenannten Pommesgabel. Quelle: picture alliance / Axel Heimken/
Kiel

Der Landrat des zuständigen Kreises in Schleswig-Holstein Torsten Wendt sieht beim Wacken Open Air Schwächen im Katastrophenschutz: „Wir haben da noch ungeordnete Verhältnisse, weil ein verbindlicher Erlass des Landes zur Einsatzsteuerung fehlt“, erklärte Wendt gegenüber den „Kieler Nachrichten“ am Rande eines Symposiums des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) in Kiel.

Derzeit gibt es nach Wendts Angaben vom Land Schleswig-Holstein nur Empfehlungen aber keine verbindlichen Vorgaben, welche Einsatzeinheiten mit welchem Material oder welcher personeller Ausstattung im Katastrophenfall zur Verfügung stehen. „Wenn ich im Ernstfall beim Wacken Open Air erst bei Kollegen anderer Kreise oder Rettungsdiensten nachfragen muss, ob und wie sie helfen könnten, vergehen wertvolle Stunden.“

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Der Landrat (parteilos) weiß, wovon er spricht. Schließlich bildete er jahrelang nicht nur Sanitäter aus, er leitete auch zahlreiche Katastropheneinsätze – zum Beispiel beim Elbe-Hochwasser 2002. „Und da habe ich einige drastische Fehlentscheidungen und deren Folgen erlebt“.

Auch Kindesmisshandlung ist bei Rettern zunehmend Thema

Ob und wann die derzeit laufenden Gespräche mit Schleswig-Holsteins Innenminister Hans-Joachim Grote (CDU) zu einem Katastrophenschutz-Erlass zum Erfolg führen, kann Torsten Wendt noch nicht einschätzen: „Sicher ist nur, dass solche Regeln natürlich auch Geld kosten. Doch eine solche Vorsorge sollte dem Land auch etwas wert sein.“

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Von Jürgen Küppers/RND

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