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Panorama Wärter bereut Sex mit Gefangener
Nachrichten Panorama Wärter bereut Sex mit Gefangener
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15:51 10.12.2013
Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen den JVA-Mitarbeiter wegen sexuellen Missbrauchs von Gefangenen. Quelle: dpa
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Chemnitz

In der Frauen-Justizvollzugsanstalt Chemnitz soll ein Wärter eine verurteilte Kindsmörderin geschwängert haben. Jetzt zeigt der Mann Reue. „Es hat nur fünf Minuten gedauert, aber diese fünf Minuten haben mein Leben zerstört“, sagte er der Dresdner „Morgenpost“. „Es tut mir so leid“, zitierte ihn die „Bild“-Zeitung. Zu dem Sex sei es gekommen, als er die Gefangene – laut Berichten eine 27-jährige Kindsmörderin aus dem thüringischen Sömmerda – während einer Sozialtherapie im Sommer betreut habe. „Ich tröstete sie, nahm sie in den Arm. Und dann ist es passiert. Wir wollten es beide“, beschreibt er in der „Morgenpost“. Bei diesem einen Mal sei es geblieben.

Eine monatelange Affäre mit der Frau, über die zuvor berichtet worden war, sei es nicht gewesen. Erst Monate später habe er erfahren, dass die Frau schwanger sei. Daraufhin habe er sich sofort der Gefängnisleiterin Eike König-Bender offenbart. „Wenn das mein Kind ist, werde ich mich kümmern“, sagte er der „Bild“-Zeitung. Der Mann – den Berichten zufolge ist er 49 Jahre alt, verheiratet und Vater zweier Kinder – wurde beurlaubt. Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen ihn wegen sexuellen Missbrauchs von Gefangenen. Darauf steht eine Freiheitsstrafe von drei Monaten bis zu fünf Jahren. Schon der Versuch ist strafbar.

Bei der Gefangenen soll es sich um eine 27-Jährige aus Thüringen handeln, die 2007 wegen Mordes zu 14 Jahren Haft verurteilt wurde, weil sie ihre beiden kleinen Kinder über Wochen vernachlässigte und den knapp zehn Monate alten Jungen schließlich verdursten ließ. Sie soll jetzt im fünften Monat schwanger sein. Die Chemnitzer JVA bietet Platz für 241 Frauen im geschlossenen Vollzug. Im offenen Vollzug können dort auch fünf Mütter mit Kindern ihre Strafe absitzen. Ob eine Frau ihr Kind dort großziehen darf, entscheidet jedoch das Jugendamt, wie Gefängnisleiterin König-Bender erklärte.

dpa/r.

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