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Panorama Warschau bleibt vorerst vom Hochwasser verschont
Nachrichten Panorama Warschau bleibt vorerst vom Hochwasser verschont
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11:45 09.06.2010
Warschau bleibt vorerst vom Hochwasser verschont. Quelle: dpa
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Um 6.00 Uhr habe der Pegel des Flusses 7,49 Meter erreicht. „Das Wasser steigt nicht mehr, die Lage ist stabil“, sagte ein Feuerwehrsprecher am Mittwochvormittag.
Nördlich von Warschau ist die Anspannung nach wie vor groß. Bei Plock war bei der ersten Flut vor zwei Wochen ein Damm gebrochen. Die Bewohner der Gegend befürchten eine Tragödie, wenn die neue Welle dort ankommt.
Auch in Warschau gab es noch keine Entwarnung. Der Pegel bleibe relativ hoch. Ursprünglich waren Höchstwerte zwischen 7,70 Meter und 7,80 Meter erwartet worden - so hoch war das Wasser bei der ersten Flutwelle im Mai gestiegen. In der Slowakei gingen die Wasserstände unterdessen allmählich zurück.

In Warschau war am späten Dienstagabend das Wasser durch einen Damm im Südteil der Stadt gesickert. Die Feuerwehr dichtete die Schwachstelle sofort mit 40 000 Sandsäcken ab. Hunderte Feuerwehrleute waren in der Nacht im Dauereinsatz. Wegen Hochwassergefahr blieben in der polnischen Hauptstadt viele Schulen und Kindergärten geschlossen. Eine wichtige Süd-Nord- Verkehrsverbindung wurde gesperrt.

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Bei Plock nördlich von Warschau liefen die Vorbereitungen auf die große Welle auf Hochtouren. Vor zwei Wochen hatte die Weichsel in Swiniary einen Damm auf 400 Metern Länge durchbrochen. 20 Ortschaften wurden überflutet, tausende Menschen mussten das Gebiet verlassen. Inzwischen wurden provisorische Sperren errichtet, der Riss konnte aber nicht vollständig repariert werden.

Mehrere Dörfer stehen schon wieder unter Wasser. „Es droht eine Tragödie“, warnte der Landrat von Plock, Michal Boszko. Der Scheitelpunkt wurde dort am späten Mittwochabend erwartet.

Am Dienstag hatte die Flutwelle der Weichsel mehrere Deiche südlich von Warschau durchbrochen. Überflutet wurden Dörfer und Ackerland, Menschen mussten in Sicherheit gebracht werden.

Im Süden begannen die Behörden bereits mit der Schätzung der Schäden. Im Verwaltungsbezirk Malopolska mit der Hauptstadt Krakau wurden in den vergangenen drei Wochen 70 Häuser völlig zerstört und 820 beschädigt. 21.000 Menschen hätten unter der Flut gelitten, hieß es aus dem Krakauer Bezirksamt.

dpa

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