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Panorama Nackte Aktivistin stürmt Weihnachtsmesse
Nachrichten Panorama Nackte Aktivistin stürmt Weihnachtsmesse
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20:14 25.12.2013
Eine Femen-Aktivistin posiert mit bemaltem Oberkörper „I am God“ während der Weihnachtsmesse im Kölner Dom auf dem Altar. Quelle: Elke Lehrenkrauss/dpa
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Köln

Ausgerechnet an Meisners Geburtstag: Kurz nach Beginn der Weihnachtsmesse im Kölner Dom stürmt eine Aktivistin der Frauengruppe Femen aus der ersten Reihe nach vorne und springt nackt auf den Altar. Nach Angaben der Kölner Polizei hatte sich die 20-jährige die Worte "I am God" ("Ich bin Gott") auf den Oberkörper gemalt. Vor den Augen von Erzbischof Joachim Kardinal Meisner wurde die Frau von den Sicherheitskräften im Dom abgeführt.

Überall auf der Welt haben die Aktivistinnen der feministischen Gruppe Femen durch provokante Aktionen international für Aufsehen gesorgt.

Bis zum Beginn des katholischen Festamtes saß die Frau laut Polizeiangaben mit einem Ledermantel und Kopftuch bekleidet in der ersten Reihe. Die Polizei setzte die Frau bis zum Ende des Gottesdienstes fest und erstatte Anzeige wegen Störung der Religionsausübung und Hausfriedensbruchs. Die 20-jährige Josephine Witt habe im Gegenzug Anzeige wegen Körperverletzung gegen die Sicherheitskräfte des Erzbistums erstattet. Im Gespräch mit der Nachrichtenagentur dpa bestritt die Frauenrechtlerin dies am Abend. Sie bestätigte aber, von den Sicherheitskräften geschlagen worden zu sein.

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Nackter Protest im April in Hannover:

"Es war ein geplanter Monoprotest, es passte so einfacher besser, als wenn mehrere Frauen eingebunden gewesen wären", sagte Witt der dpa. Mit der Aktion wolle Femen International gegen das Machtmonopol und die Ausgrenzung bestimmter Gruppen durch die katholischen Kirche protestieren. "Gerade Köln gilt als Hochburg der Katholiken in Deutschland und Meisner steht für eine sehr konservative Ausrichtung", sagt die Hamburgerin Witt zur Wahl des Protestorts Köln.

Das Bistum bestätigte den Vorfall am Nachmittag. Ein Sprecher sprach von großer Trauer, die die Weihnachtsfeierlichkeiten überschatten würde.

dpa

Dieser Artikel wurde aktualisiert.

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