Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Panorama Weiter Einschränkungen im Bahnverkehr durch Winterwetter
Nachrichten Panorama Weiter Einschränkungen im Bahnverkehr durch Winterwetter
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
18:06 13.01.2010
Auch Züge blieben in den vergangenen Tagen im Schnee stecken.
Auch Züge blieben in den vergangenen Tagen im Schnee stecken. Quelle: ap
Anzeige

Von den Verkehrsbehinderungen sind neben deutschen ICE-Strecken auch Verbindungen nach Belgien und Holland. Die Deutsche Bahn begründete die Einschränkungen mit dem anhaltenden Winterwetter. Für Sicherheitsüberprüfungen müssen Züge demnach erst aufwendig enteist werden, was mehrere Stunden dauert. Außerdem kommen die Züge etwa wegen Schneeverwehungen ohnehin verspätet in den Betriebswerken an. Wegen der Minusgrade und Eisregen gibt es zudem dauernd Störungen an Zügen. Dazu kommen die Achsprobleme bei den ICE-3- und ICE-T-Zügen, die bis zur Lieferung neuer Radsätze zehnmal häufiger als normal überprüft werden müssen. Von insgesamt 252 ICE-Zügen stehen deswegen zwölf dauerhaft nicht zur Verfügung, wie das Unternehmen mitteilte.

Wegen der Störungen können die ICE von Köln nach Brüssel und Amsterdam nicht grenzüberschreitend verkehren. So entfallen bis Montag alle ICE zwischen Aachen und Brüssel. Auf der Strecke Köln-Amsterdam müssen Fahrgäste voraussichtlich bis Freitag im Grenzbahnhof Emmerich in Ersatzzüge der niederländischen Bahn umsteigen.

Fahrgäste auf der ICE-Linie von Berlin über Hamm nach Köln müssen sich bis einschließlich Freitag auf beengte Verhältnisse in den Zügen einstellen: Dort gibt es nur das halbe Platzangebot. Wer einen Bahnhof entlang der Wupperlinie wie Hagen oder Wuppertal nutzen will, muss in Hamm umsteigen, um nach Berlin zu kommen. Auf der Strecke Köln-Hamm-Berlin gab es bereits in der vergangenen Woche massive Verspätungen, weil Strecken nach zwei Güterzugunfällen gesperrt wurden.

Ebenfalls wegen des Wetters verkehrt bis Freitag ein Großteil der zweistündlichen ICE zwischen München und Hamburg/Bremen einteilig, also ebenfalls mit halber Sitzplatzkapazität. Reisende zwischen Hannover und Bremen müssen in Regionalexpress-Züge umsteigen.

Französische Flughäfen geschlossen

Schnee und Eis führten unterdessen zu massiven Behinderungen des europäischen Luftverkehrs. In Frankreich, wo die Probleme durch einen Fluglotsenstreik verschärft wurden, wurden mehrere kleinere Flughäfen geschlossen. An den Pariser Flughäfen Charles de Gaulle und Orly wurde am Vormittag jede zweite Verbindung gestrichen. In der Schweiz wurden die Flughäfen von Genf und Basel-Mülhausen für mehrere Stunden geschlossen, auch in Großbritannien kam es zu Ausfällen und Verspätungen.

Der Flughafen Genf konnte erst gegen 11.30 Uhr für den Flugverkehr geöffnet werden, weil am Vormittag zunächst die Start- und Landebahn vom Schnee befreit werden musste. Rund 30 Verbindungen mussten gestrichen werden, Flüge aus dem Ausland wurden zum Teil nach Zürich umgeleitet. Auch auf dem Flughafen Basel-Mülhausen fielen mehrere Flüge aus.

In Großbritannien mussten nach Schneefällen die Flughäfen London City, Gatwick, Southampton, Birmingham und Cardiff zahlreiche Verbindungen streichen. Zudem blieben Hunderte Schulen geschlossen.

Aktuelle Informationen der Deutschen Bahn gibt es hier

ap