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Panorama Winterliches Wetter behindert den Verkehr - Warnung vor Blitzeis und Schneeverwehungen
Nachrichten Panorama Winterliches Wetter behindert den Verkehr - Warnung vor Blitzeis und Schneeverwehungen
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09:22 05.12.2010
Gefährliches Blitzeis sagen Meteorologen an diesem Sonntag für die Mitte Deutschlands und den äußersten Westen vorher. Quelle: dpa
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Am zweiten Adventssonntag soll es in Deutschland wieder fast überall schneien. In einigen Regionen droht gefährliches Blitzeis, weil es etwas wärmer wird. Nur im Südosten und später auch wieder im Nordwesten bleibe es meist trocken, hieß es vom Deutschen Wetterdienst (DWD).

Rekordverdächtige Kälte und Chaos in weiten Teilen Europas: Der Genfer Flughafen musste gesperrt werden und mehr als 10.000 Lastwagen standen still.

Schnee und Glätte haben in Niedersachsen auch am Sonntagmorgen wieder für Behinderungen im Verkehr gesorgt. Es gab zahlreiche „Grabenrutscher“ und „Steckenbleiber“, berichtete die Polizei in Salzgitter. Verletzte gab es bei den Unfällen aber nicht. Auf der Autobahn 293 bei Oldenburg stellte sich am Morgen ein unbeladener Milchlaster quer. Die Strecke in Richtung Brake musste für mehrere Stunden gesperrt werden. Auch einige Straßen - wie die Bundesstraße 6 bei Haverlah (Kreis Wolfenbüttel) - wurden wegen Schneeverwehungen gesperrt. Der DWD gab für die Landkreise Osterode und Goslar Unwetterwarnungen heraus. Es soll bis zu 20 Zentimeter Neuschnee und Schneeverwehungen geben.

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Auch gefährliches Blitzeis sagten Meteorologen an diesem Sonntag für die Mitte Deutschlands und den äußersten Westen vorher, denn dort steigen die Temperaturen auf null bis drei Grad. Die Folge: Niederschlag fällt als Regen und gefriert schlagartig auf dem noch kalten Boden.

Das kalte Wetter hatte am Samstag zwei Seiten: In vielen Regionen konnte man die schönen Seiten des Winters genießen. Bei Sonnenschein gingen die Menschen shoppen oder spazieren und betrachteten Schaufenster oder Eisschollen in Flüssen, weiße Wälder und Dächer. Andererseits behinderte die klirrende Kälte nach wie vor den Verkehr. Bahnreisende mussten mit erheblichen Verspätungen rechnen.

Auf der Strecke Berlin-München war noch immer der Abschnitt zwischen Saalfeld (Thüringen) und Lichtenfels (Bayern) gesperrt, weil dort Bäume unter der Schneelast auf die Gleise zu stürzen drohen. Die Strecke wurde weiträumig umfahren, weshalb es bis mindestens Montag zu Verspätungen von bis zu zwei Stunden komme, sagte ein Bahnsprecher. Wegen der Umleitung fahren Züge die Bahnhöfe Jena- Paradies, Saalfeld, Lichtenfels, Bamberg und Erlangen gar nicht an.

Zu Verspätungen kam es nach Angaben der Bahn auch auf anderen Hauptstrecken des Fernverkehrs, etwa von Berlin nach Hamburg oder von Köln nach Frankfurt am Main. Vereinzelt fielen Züge komplett aus.

In Polen ging die traurige Serie von Kältetoten weiter. In den ersten drei Dezembertagen sind bereits 31 Menschen, meist Obdachlose, erfroren. Zusammengenommen mit den Kältetoten des Novembers gab es bis Samstagabend in dieser Saison bereits 46 Kältetote in Polen.

In Österreich beruhigte sich die Lage nach den Schneefällen der vergangenen Tage. Im südlichsten Bundesland Kärnten waren noch etwa 800 Haushalte ohne Strom - am Sonntag wurden dort Temperaturen bis zu minus 16 Grad erwartet.

In Frankreich war der Verkehr auf den Pariser Großflughäfen Orly und Charles de Gaulle noch immer beeinträchtigt. Die Luftfahrtbehörde DGAC forderte die Fluggesellschaften auf, am Samstag zwischen 9 und 16 Uhr die Zahl der Verbindungen um 20 Prozent zu reduzieren. Air France hatte Ausfälle im Kurz- und Mittelstreckenverkehr. Auch der Flughafen Amsterdam hatte mit Wetterproblemen zu kämpfen.

Dieser Artikel wurde aktualisiert.

dpa/kla

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