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Panorama Wintersportler in Österreich sterben durch Lawinen
Nachrichten Panorama Wintersportler in Österreich sterben durch Lawinen
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18:25 05.02.2010
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Im Zillertal in Tirol starb am Donnerstag eine Tourengeherin aus Bayern und im Kleinwalsertal verunglückte ein Snowboardfahrer aus Baden-Württemberg, wie die österreichische Bergrettung mitteilte. Allein seit Wochenbeginn starben damit neun Wintersportler bei Lawinenabgängen in den österreichischen Alpen.

Die im Zillertal verunglückte Tourengeherin wurde laut der österreichischen Nachrichtenagentur APA beim Aufstieg auf einen Gipfel in Begleitung ihres Freundes von der Lawine überrascht. Der Mann konnte sich nach Stunden selbst aus den Schneemassen befreien, für die Frau kam die Hilfe zu spät. Der im Kleinwalsertal im Vorarlberg ebenfalls am Donnerstag verunglückte 22-jährige Snowboarder war 600 Meter weit von einer Lawine mitgerissen worden. Er wurde von den Rettungskräften bewusstlos befreit, verstarb aber wenig später im Krankenhaus in Feldkirch. Bereits am Mittwoch waren ebenfalls in Vorarlberg zwei Jugendliche aus dem bayerischen Lindau bei einem Lawinenabgang ums Leben gekommen.

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In Niederösterreich wurde am Freitag ein 40-jähriger Wanderer nach einem Lawinenunglück am Kleinen Ötscher tot geborgen, wie Rettungshelfer mitteilten. Er wurde bereits seit Donnerstag vermisst. In der Nähe von Salzburg wurden am Donnerstag zwei Snowboarder aus Österreich von einem Schneebrett erfasst, als sie abseits der gesicherten Pisten unterwegs waren. Sie seien unter einer nur 30 Zentimeter dicken Schneedecke erstickt, teilte die Bergrettung mit. In Oberösterreich verunglückte eine 29-jährige Österreicherin beim Skiwandern bei einem Lawinenabgang. Am Dienstag war ein Skilehrer in Sankt Anton in Tirol verschüttet worden.

In den bayerischen Alpen verunglückte am Donnerstag ein britischer Soldat in einer Lawine. Wie das britische Verteidigungsministerium mitteilte, wurde der Mann in der Nähe von Oberstdorf von einem Schneebrett erfasst und getötet. Anders als zwei seiner Begleiter hätten ihn die Rettungskräfte nicht schnell genug finden können.

In den meisten Bergregionen Österreichs herrschte am Freitag Lawinenwarnstufe 3. Dies sei eine „erhebliche“ Gefahrenlage, bei der 45 Prozent der tödlichen Unfälle passierten, sagte Bernhard Anwander von der Vorarlberger Landeswarnzentrale APA. Abfahrten abseits der Pisten seien „nicht empfehlenswert“.

afp

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