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Panorama Zahl der Schweinegrippe-Todesfälle in Niedersachsen auf sechs gestiegen
Nachrichten Panorama Zahl der Schweinegrippe-Todesfälle in Niedersachsen auf sechs gestiegen
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18:08 24.11.2009
Quelle: ddp
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In der Region Wolfsburg/Gifhorn starb am selben Tag ein zweieinhalb Monate alter Säugling an der Krankheit. Am Dienstag starb eine 59-jährige Frau aus dem Landkreis Osnabrück an der neuen Influenza, wie ein Sprecher des Sozialministeriums in Hannover mitteilte. Sie hatte auf der Intensivstation einer Klinik in Hannover gelegen und war am 13. November positiv getestet worden.

Bei der 47 Jahre alten Frau aus dem Landkreis Cloppenburg hatten keine Vorerkrankungen vorgelegen. Allerdings habe sie seit 14 Tagen an einer Infektion der Lunge gelitten, sagte der Sprecher. Am vergangenen Wochenende sei es dann zu einer „dramatischen Verschlechterung“ ihres Gesundheitszustandes gekommen.

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Der Säugling war den Angaben zufolge am 11. September als Frühchen in der 28. Schwangerschaftswoche geboren worden. Wenige Tage nach der Geburt litt der Junge an einem akuten fieberhaften Atemwegsinfekt und musste künstlich beatmet werden. Die Schweinegrippe war bei ihm am 14. November nachgewiesen worden.

Zuvor waren bereits drei Menschen in Niedersachsen an den Folgen der Schweinegrippe gestorben. Dabei handelt es sich um eine schwerstbehinderte Elfjährige aus dem Landkreis Grafschaft Bentheim, eine 57-jährige Frau aus Delmenhorst und eine 52-jährige Frau aus dem Raum Osnabrück. Alle drei hatten unter Vorerkrankungen gelitten.

Im Land Bremen wurde am Dienstag der erste Todesfall im Zusammenhang mit der Schweinegrippe bekannt. Wie die Gesundheitsbehörde mitteilte, handelt es sich bei der Toten um eine 31-jährige Frau aus Bremerhaven. Den Angaben zufolge erkrankte die Frau in der vergangenen Woche. Bei ihr lagen keine Vorerkrankungen vor, allerdings litt die Frau an Übergewicht.

Niedersachsens Gesundheitsministerin Mechthild Ross-Luttmann (CDU) äußerte sich betroffen. Ihr Mitgefühl gelte den Hinterbliebenen, sagte sie. Gleichwohl müssten die Gefahren der Schweinegrippe immer noch an denen der normalen Influenza gemessen werden. Auf die herkömmliche Grippe gehen in normalen Jahren bundesweit bis zu 10.000 Todesfälle zurück.

Bremens Gesundheitssenatorin Ingelore Rosenkötter (SPD) sagte, es bestehe kein Grund zur Panik. „Leider bestätigen sich jedoch hierdurch Meldungen aus dem In- und Ausland, dass die Schweinegrippe durchaus für jüngere Menschen auch ohne Vorerkrankungen gefährlich werden kann“, sagte sie.

ddp