Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Panorama Zwei Tote nach Unfall mit Regionalbahn
Nachrichten Panorama Zwei Tote nach Unfall mit Regionalbahn
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
13:46 06.11.2015
Völlig zerstört: Auf einem Bahnübergang in der Nähe von Freihung (Bayern) hat ein Regionalzug einen Schwertransporter gerammt. Quelle: Grundmann/dpa
Anzeige
Freihung

Von der Zugmaschine des Sattelzugs ist kaum noch etwas übrig. Völlig zerquetscht liegt sie unter dem Triebwagen der Regionalbahn. Auch das Führerhaus des Zugs ist komplett ausgebrannt. Am späten Donnerstagabend prallt auf einem Bahnübergang bei Freihung in der Oberpfalz ein Zug auf einen Lastwagen - zwei Menschen kommen dabei ums Leben: Der Lastwagenfahrer und der Zugführer.

Eine Regionalbahn und ein Sattelzug sind am Donnerstagabend in der Oberpfalz kollidiert. Der Lastwagenfahrer und der Lokführer starben. Mehrere Menschen wurden verletzt. Weitere Fotos von der Unglücksstelle sehen Sie hier.

Lastwagen auf Bahnübergang aufgesetzt

Die meisten der knapp 40 Fahrgäste kommen mit dem Schrecken davon. Nach Polizeiangaben ist ein Lastwagen auf dem Bahnübergang aufgesetzt, als der Regionalzug kommt. Als die Bahn den Laster erfasst, wird die Zugmaschine vom Anhänger abgerissen und die Lok schiebt sie vor sich her. Erst nach 300 bis 400 Metern bleibt die Bahn stehen. Wie schnell der Zug von Neukirchen nach Weiden vor dem Unglück unterwegs war, kann Brück nicht sagen. Dies müsse der Gutachter klären.

Anzeige

"Eine erste Aussage von Bahnmitarbeitern war, dass das hier eine 140er-Strecke ist, dass der Zug also bis zu 140 Stundenkilometer schnell gefahren sein kann", sagt ein Polizeisprecher. Wie genau er zu Tode kam, ist zunächst unklar. Unglaubliches Glück hat der Beifahrer im Lastwagen. Er wird nur leicht verletzt und direkt nach dem Unfall von der Polizei befragt.

Vier Fahrgäste kommen ins Krankenhaus - ihre Verletzungen sind jedoch nicht schwerwiegend. Die meisten Insassen des Zuges wurden nach dem Unglück in einem nahe gelegenen Gewerbebetrieb gesammelt und von dort weitertransportiert. "Die Unverletzten konnten nach seelsorgerischer Betreuung nach Hause", sagte Reisinger. Der Lastwagen hatte einen US-Militär-LKW geladen, wie Brück sagte. Dieser habe aber mit dem Verlauf des Unglücks nicht viel zu tun gehabt. "Er hatte nichts Gefährliches geladen."

Polizei ging zunächst von Explosion aus

Anfangs war die Polizei von einer Explosion ausgegangen. Doch inzwischen vermuten die Ermittler, dass durch die Wucht des Aufpralls ein Feuer entstand, das den Anschein einer Explosion ergeben hat. "Für die Polizei gilt es jetzt noch zu klären, ob im Umfeld des Unglücksortes weitere Verletzte sind", sagte Brück. Beamte suchten daher die nähere Umgebung ab. Auch die Gleise werden nach Angaben des Landrats noch abgesucht und sämtliche gefundenen Wertsachen dokumentiert. Einsatzkräfte zweier Landkreise waren an der Unfallstelle, dazu Bundes- und Landespolizei und sowie amerikanische Feuerwehrleute vom nahe gelegenen Truppenübungsplatz Grafenwöhr.

dpa

Die Zugmaschine hing beim Überqueren der Gleise fest und wurde von einem Zug erfasst. Quelle: Grundmann/dpa
Panorama Wollte sie ihre Erben ärgern? - Rentnerin zerschneidet 950.000 Euro
05.11.2015
Panorama Erster Trailer des Kino-Tatorts - Til Schweiger ballert sich durch Istanbul
05.11.2015
Panorama Quiz zum Start von "Spectre" - Welcher Bond brach die meisten Herzen?
19.05.2016